Master of disaster -Chaos ist mein zweiter Name

Coverfoto Master of disaster
Copyright: Beltz & Gelberg

von Stephan Knösel
Beltz & Gelberg, 2018
gebunden, 232 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN 978-3-407-82355-7
12,90 Euro

Wart ihr schon mal im Büro des Direktors? Ist ganz gemütlich dort. Eigentlich. Außer man fliegt gerade von der Schule… „Quentin! Was hast du dir dabei gedacht?!“ Quentin, das bin ich. Momentan noch Fünftklässler. Ich antwortete: “Das ist eine längere Geschichte.“

 Quentin geht eigentlich ganz gern zur Schule. Wenn da nicht Schlumpfine wäre, das schrecklichste Mädchen auf der Welt. Sie heißt eigentlich Stella und geht dummerweise in seine Klasse. Sie ist eine unglaubliche Schleimerin und hat deshalb bei den Lehrern einen Stein im Brett. Wegen Stella hat Quentin sogar schon mal einen Verweis bekommen, dabei war eigentlich sie Schuld. Aber sie ist so gewitzt und kann so gut das Unschuldslamm spielen, dass Quentin immer den Kürzeren zieht.

Deshalb ist er superfroh, dass Stella nach den Sommerferien aufs Gymnasium gehen soll. Er selbst hat extra einige Arbeiten verhauen, so dass es „ nur“ für die Gesamtschule reicht.  Als er sich dort anmelden will, traut er seinen Augen nicht. Stella ist schon da. Und sie schlägt ihm einen verrückten deal vor. Wenn er, Quentin, ihr hilft, dass sie nicht drei Wochen ins Sommercamp nach Bayern muss, dann wird sie ihre Mutter überzeugen, sie doch auf dem Gymnasium anzumelden.

Quentin spannt seinen Bruder Vinz mit ein, um die ultimative Idee zu entwickeln. Was allerdings nicht so einfach ist, denn wie soll man den Abbruch eines Camps organisieren, wenn man selber 600 Kilometer davon entfernt lebt?

Also überredet Quentin seine Eltern, in den Ferien nicht nach Kroatien, sondern nach Bayern zu fahren. Und plötzlich hat seine Mutter sogar die letzten zwei Plätze in diesem Camp gebucht, für ihn und seinen Bruder!!! Quentin fasst es nicht. Er entwickelt einen Streich nach dem andern, um sich selbst, aber auch Stella zu helfen. Schließlich haben sie einen Deal!

Aber weder die Invasion der Krabbeltiere noch der „Bären-Einsatz“ haben den gewünschten Erfolg….

Das Buch ist leicht zu lesen, voller abgefahrener Ideen und lustiger Szenen. Und trotzdem fehlt ihm das gewisse Etwas. Das könnte daran liegen, dass jede Idee ein bisschen zu lang ausgewalzt wird oder auch am gewollt witzigen Schreibstil des Autors, der auf coole Jugendsprache machen will. Aber das klappt für meine Begriffe nicht wirklich. Seine Sprache ist mir viel  zu „erwachsen“ für einen 11- jährigen Ich-Erzähler.

Das Buch ist nicht schlecht, aber auch kein Highlight, man kann es zwischendurch mal an einem langweiligen Nachmittag lesen, aber mehr auch nicht.

Einen Pluspunkt hat es aber doch: Die vielen kleinen Schwarz-Weiß Illustrationen von Barbara Jung sind wirklich cool und witzig und haben mir richtig gut gefallen.

Monika H.

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