Secret Protector: Tödliches Spiel

Coverfoto Secret Protector
Copyright: Ravensburger

von Andrew Lane
Ravensburger, 2020
Taschenbuch, 375 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN: 9783473586618
9,99 Euro

Lukas bleibt am liebsten unter dem Radar. Seit Jahren schon reist er durch das Land und zieht weiter, sobald die Gefahr besteht, er könnte erkannt werden. Das ändert sich, als auf der Veranstaltung eines neuen Spieles, auf der er Kellner ist, der Bruder der Profigamerin Una entführt wird. Ohne nachzudenken bietet Lukas seine Hilfe an. Die Entführer fordern Una auf, bei ihrem nächsten Wettbewerb absichtlich zu verlieren, ansonsten wird sie ihren Bruder nie wieder sehen. Wie kann Lukas das Schlimmste verhindern und Unas Bruder zurückbringen?

Generell hat mir das Buch relativ gut gefallen. Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig, gut zu lesen und transportiert die Spannung der Geschichte sehr gut. Es gibt viele gute Ideen, die sehr an einen richtigen Actionfilm erinnern. Die Nebencharaktere sind alle sehr gut erarbeitet und fügen sich sehr gut in die Handlung ein.

Trotzdem hatte ich beim Lesen oft ein sehr seltsames Gefühl. Alles wirkt irgendwie sehr „over the top“ und etwas zu… naja, fast schon peinlich. Angefangen mit dem Cover, welches einen gutaussehenden jungen Mann zeigt, der theatralisch in die Kamera schaut mit Flammen am unteren Rand. Das ist eher ein Filmplakat als ein Buchcover. Auch Lukas als Person im Buch wirkt oft etwas zu beeindruckend, was seine Fähigkeiten angeht, und seine Handlungen werden seinem Alter definitiv nicht gerecht.

Die Präsentation der Gaming Szene ist beim Lesen ebenfalls etwas seltsam. Es werden sehr viele, sehr förmliche Begriffe verwendet, die man in normalen Gesprächen so niemals verwenden würde, wodurch, besonders zu Anfang, die Unterhaltungen oft sehr gestelzt wirken. Vielleicht bin ich da auch etwas empfindlicher, da sich das Buch offensichtlich an jüngere Menschen als mich wendet, aber ich denke besonders diesen muss man nicht so ausführlich erklären wie E-sports funktionieren.

Insgesamt eher eine 5/10. Gute Story insgesamt, gute Ideen und schöner Schreibstil, aber etwas über das Ziel hinausgeschossen.

Imke Wellesen, 19 Jahre

 

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