Spring!

Coverfoto Spring!
Copyright: Societätsverlag

von Maria Knissel
Societätsverlag, 2015
Taschenbuch, 285 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-95542-144-1
12,80 Euro

Dunkelheit schob sich in die Halle, Wind begann an den Fenstern zu zerren, und Sekunden später kam der Sturzregen ohne weitere Vorwarnung. Mit solcher Wucht prügelte er auf das Dach ein, dass die Mädchen sich duckten und auf der Matte zusammenrückten.

Angelika betreibt eine Akrobatikschule in ihrer eigenen Halle. Doch diese ist schon lange baufällig und nachdem es viel reinregnet, beschließen die Eltern der Mädchen, sie nicht mehr zu Angelika zu schicken. Die hat jetzt keine Arbeit mehr und viele Schulden. Sie weiß nicht, wie sie an Geld kommen soll, doch dann findet das kleine chinesische Mädchen Lian zu ihr. Sie kommt mit ihrem Großvater und  gibt  Angelika einen Brief, in dem steht, dass sie eine Menge Geld bekommt, wenn sie Lian trainiert. Angelika zögert, denn sie selbst war früher eine Leistungsturnerin und möchte diesen Leistungsdruck keinem Kind antun. Allerdings braucht sie das Geld und beschließt Lian zu trainieren, was sich zuerst als Herausforderung herausstellt, weil das Kind und der Großvater kein Deutsch sprechen. Von dem Geld, das sie bekommt, renoviert Angelika die Halle und das Dach. Lian macht schnell Fortschritte, doch Angelika weiß, dass sie ihr nicht die richtigen Trainingsbedingungen bieten kann. Denn seit sie selbst geturnt hat, hat sich einiges verändert.

Dann erhält sie von dem mysteriösen Briefeschreiber den Auftrag, Lian bei den hessischen Meisterschaften turnen zu lassen. Doch dafür braucht sie einen Verein und  fragt ihre alte Trainerin Margot, ob sie Lian dort melden kann. Margot, die immer noch sauer ist auf sie, weil sie bei den Olympischen Spielen am Sprung nicht teilgenommen hat, willigt ein unter der Bedienung, dass Lian danach bei ihr trainiert, weil sie so talentiert ist.

Wird Angelika Margot noch umstimmen können? Und wer schreibt die geheimnisvollen Briefe?

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil ich selber turne und gerne mal etwas darüber lesen wollte. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist sehr vielseitig, denn in dem einen Kapitel wird erzählt, wie Angelika heute lebt und im nächsten, wie ihre Vergangenheit im Leistungssport war. Ich fand das Buch sehr spannend, denn bis zum Ende ist nicht klar, wer die Briefe schreibt. Als man es dann herausfindet, ist die Überraschung um so größer.

Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass manche Sachen nicht richtig waren, so zum Beispiel wurde am Schwebebalken ein Element genannt, das es nur am Stufenbarren gibt.

Sonst kann ich das Buch allen Turnern und auch Nichtturnern weiterempfehlen, denn man benötigt für das Buch keinerlei  Kenntnisse über den Sport, da alles sehr gut beschrieben ist.

Merle Schraven, 15 Jahre

 

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