Die Nacht der Wale

    Coverfoto Die Nacht der WaleCopyright: ueberreuter

von Christopher Ross
ueberreuter, 2019
gebunden, 256 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-7641-7100-1
12,95 Euro

 

“Als Caroline dem weißen Wal zum ersten Mal begegnet, ahnt sie nicht, wie sehr sich ihr Leben bald verändern wird.”

Die 17 Jahre alte Caroline lebt 1932 mit ihren Eltern in Vancouver. Durch ihren aufdringlichen Verehrer, der sie unbedingt heiraten möchte und ihre Mutter, die das ganze aus finanziellen Gründen unterstützt, fühlt sie sich zu Hause nicht mehr wohl. Als Caroline eines Tages zum ersten Mal auf einen weißen Wal trifft, macht ihr Leben eine schicksalhafte Wendung und sie flieht schlussendlich auf die Queen Charlet Islands, um den Ruf der Wale zu folgen und den Weg in eine neue, bessere Zukunft in Freiheit einzuschlagen. „Die Nacht der Wale“ weiterlesen

Der kleine Ritter Trenk

Coverfoto Der kline Ritter Trenk
Copyright: Oetinger

von Kirsten Boie
Oetinger, 2006
gebunden, 278 Seiten
ab 6 Jahren
ISBN 978-3-7891-3163-9
16,90 Euro

Als Trenk geboren wurde, hätte niemand geglaubt, dass er einmal ein so großer und stolzer Ritter werden würde, denn geboren wurde er in einer winzig kleinen Bauernkate (Stube), in der die Regentropfen durch das undichte Strohdach fielen und der Qualm vom offenen Feuer die Luft verpestete und in der sein Vater Haug und seine Mutter Martha und seine kleinen Schwester Mia-Mina und natürlich auch Trenk alle zusammen mit einer mageren Ziege und einem Ferkel in einem winzigen Raum auf dem Lehmboden schliefen.

Trenk ist ein mutiger kleiner Bauernjunge, nachdenklich und freiheitsliebend und er kann es nicht aushalten, dass seine Familie, obwohl alle schwer und viel arbeiten, so arm ist. Nichts gehört ihnen wirklich. Nicht das kleine Zimmerchen, in dem sie wohnen, nicht das Land, das sie bearbeiten, nicht die Tiere, die sie versorgen und nicht einmal sie selbst. Denn damals herrschten andere Zeiten und die Ritter hatten das Geld und die Macht und die Bauern mussten gehorchen.

Deshalb verlässt Trenk seine Familie und zieht zusammen mit seinem Schwein Ferkelchen hinaus in die Welt um ein besseres Leben zu führen. Er muss den dunklen Wald mit all seinen Hindernissen überwinden und sich in der großen unbekannten Stadt zurechtfinden, wo fiese Ritterlümmel oder gemeine Räuber ihn zu überlisten versuchen. Doch Trenk hat immer wieder Glück im Unglück und trifft Menschen, die ihm weiterhelfen. Zum Beispiel den treuen Gauklerjungen Momme Mumm oder das pfiffige Ritterfräulein Thekla von Hohenlob. In die ist Trenk fast ein bisschen verliebt, denn sie schlau und hat ganz besondere Fähigkeiten, zum Beispiel ist sie eine Meisterin im Erbsenschleudern. „Der kleine Ritter Trenk“ weiterlesen

Der nächstferne Ort

Coverfoto: der nächstferne Ort
Copyright: Königskinder

von Hayley Long
aus dem Englischen von Josefine Haubold
Königskinder Verlag, 2018
gebunden, 330 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-56040-7
19,99 Euro

Seit sie denken können, führen Dylan und Griff ein echtes Wandererleben. Ihre Eltern sind Lehrer und halten nicht viel davon, lange an ein und demselben Ort zu leben. Deshalb steht die Familie nie still und zieht ständig um. Dylan und Griff sind in England zur Welt gekommen und haben schon in München, Shanghai, Barcelona und vielen anderen Städten gelebt und lieben das Leben in Freiheit. Doch als sie gerade aus dem Sommerurlaub zurück zu ihrem aktuellen Wohnsitz in New York fahren, kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Von da an ist es Dylans Aufgabe, auf seinen kleinen Bruder aufzupassen und mit ihm den Verlust ihrer Eltern zu überwinden. Er gibt sein Bestes um seinen Bruder dazu zu bringen sich den Menschen, die ihnen helfen wollen, zu öffnen. Da ist zum Beispiel ihre alte Schulleiterin, die sie übergangsweise bei sich aufnimmt, doch sie können beide einfach nicht zu Griff durchdringen. Als es gerade so scheint, als habe sich Griff an die Situation gewöhnt, bestimmt das britische Konsulat, dass die Jungen in Wales bei der Cousine ihrer Mutter leben sollen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in die Heimat ihrer Mutter, um sich ihrer Vergangenheit und ihrer Trauer zu stellen… „Der nächstferne Ort“ weiterlesen

Die Farben des Blutes 3: Goldener Käfig

Coverfoto Goldener Käfig
Copyright: Carlsen

von Victoria Aveyard
aus dem Englischen von Birgit Schmitz
Carlsen, 2017
Gebunden, 639 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-58328-4
23,99 Euro

Achtung! Hierbei handelt es sich um den dritten Teil. Ich kann euch nur empfehlen, vorher den ersten und zweiten Band auch zu lesen! Der Krieg um die Farben des Blutes geht weiter:

Mare, die Blitzwerferin und Rebellin der Scharlachroten Garde, hat mit dem silbernen König Maven einen Handel abgeschlossen: Sie gibt sich selbst gegen die Leben derer, die sie liebt. Nun ist sie seine Gefangene in einem goldenen Käfig.

„Ich bin nie allein. Die Wärter gehen nicht weg. Sie sind immer zu zweit, behalten mich immer im Blick und unterdrücken das, was mich ausmacht, ununterbrochen. Eine verschlossene Tür, mehr brauchen sie nicht, um mich zu einer Gefangenen zu machen. Nicht, dass ich mich dieser Tür je auch nur ansatzweise nähern könnte, ohne grob in die Mitte meines Schlafgemachs zurückgestoßen zu werden. Sie sind stärker als ich und unendlich wachsam.“

Ihre Blitze wurden ihr genommen und nun muss sie Mavens Schoßhündchen spielen und sie wird für seine Zwecke und Intrigen eingespannt und manipuliert. Sein Ziel ist natürlich, die Scharlachrote Garde zu Fall zu bringen. Doch diese ist besser organisiert als je zuvor und kämpft für die Freiheit der Roten und der Neublüter. Mare gibt die Hoffnung nicht auf und glaubt an eine Rettung durch die Garde und ihren Prinzen Cal. Der verbannte Bruder des Königs hat noch immer silberne Adlige, die ihm folgen und ihn unterstützen möchten. Und so sieht Maven sich von mehreren Seiten bedroht, sodass er nur immer weitere Lügen erzählt, fadenscheinige und unglaubliche Bündnisse schließt und all seine Wut und Hass-Liebe an Mare auslässt. Wie lange wird sie dem psychischen Druck und der Unterdrücker-Fähigkeit ihrer Wächter standhalten können? „Die Farben des Blutes 3: Goldener Käfig“ weiterlesen

Herr Eisbär will nach Hause

Coverfoto Herr Eisbär will nach Hause
Copyright: Lingen

von Ronojoy Gosh
Lingen, 2017
gebunden, 34 Seiten
ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-943390-60-5
12,95 Euro

Herr Eisbär lebt mitten in einer großen Stadt. Er kann die Stadt nicht leiden, denn sie ist ihm viel zu laut und voll. Auch das Haus, das er in dieser Stadt bewohnt, mag er nicht, denn es ist eng und klein und beim Schlafen stößt er sich den Kopf und die Beine. Kein Wunder, dass Herr Eisbär jeden Tag schlechte Laune hat. Er braucht ein richtiges Zuhause, eins, in dem er sich wirklich wohl fühlt.

Doch wo könnte das sein? Herr Eisbär macht sich auf die Suche, er packt seinen Koffer und verlässt die Stadt. Auf seiner Reise um die Welt landet er im Dschungel, in den Bergen, in der Wüste und im Meer. Doch irgendetwas an diesen Orten fühlt sich immer falsch für ihn an. Eines Tages entdeckt er ein eigenartiges, weißes Land…. Könnte das sein neues Zuhause werden?

Diese Geschichte ist in ganz einfachen Worten erzählt, so dass auch kleinere Kinder sie gut verstehen können. Die wunderschönen stimmungsvollen Bilder auf jeder Seite erzählen ihre eigene Geschichte und passen hervorragend zum Text. Die Gefühle des Herrn Eisbär sind gut nachzuvollziehen, man ist traurig, hoffnungsvoll, enttäuscht und am Schluss natürlich glücklich—so wie Herr Eisbär eben auch. Ein tolles Vorlesebuch, das man immer wieder lesen kann, das Kinder sich aber auch ohne Erwachsene nur durch die Bilder selbst erzählen können.

Monika H.

Der Junge und der Elefant

Coverfoto Der Junge und der Elefant
Copyright: Aladin

von Rachel Campbell-Johnston
aus dem Englischen von
Katharina Diestelmeier
Aladin, 2014
gebunden, 409 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-8489-2045-7
16,90 Euro

„Die Kinder lächelten immer noch, jetzt allerdings durch die ersten Tränen hindurch, die ihnen übers Gesicht liefen, als sie Hand in Hand dastanden und den Elefanten nachblickten. Die Sonne ging unter. Ihr rosa Schein flammte über der weiten, offenen Ebene auf und loderte wie ein Buschfeuer in den afrikanischen Himmel. Dann begannen die Schatten langsam ins Grasland zu sickern, verschluckten Farben und verwischten Umrisse.

In der Ferne konnten die Kinder immer noch eine Reihe dunkler Gestalten sehen, die langsam durch die Finsternis schwankten. Sie wirkten beinahe wie Phantome. Das Mondlicht schimmerte über ihnen. Es glitzerte und strahlte, wenn es auf die Stoßzähne fiel. Die Kinder wussten, dass Meya unter Ihnen war, aber sosehr sie sich auch anstrengten, sie konnten sie nicht mehr ausmachen. Sie war ein Teil der Gruppe geworden. Sie war zu ihrer wilden Herde zurückgekehrt.“ „Der Junge und der Elefant“ weiterlesen