Der Heckenritter von Westeros – Das Urteil der Sieben

Coverfoto Die Heckenritter von Westeros
Copyright: randomhouse

von George R. R. Martin
Penhaligon, 2013
broschiert, 413 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-7645-3122-5
19,99 Euro

Vorgeschichte zu „Das Lied von Eis und Feuer“

 Einem wahren Ritter gilt die Ehre mehr als Geld und Macht.

Der Knappe Dunk nimmt das Schwert seines verstorbenen Ritters an, um an einem Turnier teilzunehmen und sich als Ritter zu beweisen. Doch trotz der umfangreichen Lehre seines Herrs hat Sir Duncan noch viel zu lernen, und bei dem Turnier macht er sich nicht nur Freunde. Dunk ist ein fähiger Kämpfer mit einem ausgeprägten Ehrempfinden, doch wird das reichen, um sich in der Welt der Ritter zu etablieren?

Der Sammelband besteht aus drei Geschichten, die trotzdem zusammenhängen. Sie spielen zeitversetzt und widmen sich jeweils einem neuen Abenteuer, so erfährt man einiges über Dunks Leben und seine Entwicklung als Ritter und Person.

Die Geschichten sind weniger brutal als „Das Lied von Eis und Feuer“ und da sie jeweils nicht allzu lang sind, wird weniger Spannung aufgebaut. Trotzdem wurde mir nie langweilig und die Geschichten haben einfach Spaß gemacht zu lesen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, einige sind sehr sympathisch, andere jedoch mag man überhaupt nicht.

Einige wenige Charaktere aus „Das Lied von Eis und Feuer“ (z.B. Aemon Targaryen) tauchen auf, sowie bereits bekannte Lieder (z.B. „Der Bär und die Jungfrau Hehr“). Doch sonst hat das Buch kaum was mit dem „Original“ zu tun. Die Geschichte ist komplett anders und Charaktere aus anderen Schichten stehen im Mittelpunkt. Auch drehen sich die Geschichten um andere Adelshäuser, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da man so noch mehr über andere Familien erfährt, die sonst lediglich am Rande erwähnt werden. Außerdem haben sich mir ein paar Fragen beantwortet, die ich mir beim Lesen von „Das Lied von Eis und Feuer“ gestellt habe.

George R. R. Martin hat er erneut geschafft, eine wahnsinnig realitätsnahe Welt aufzubauen, die trotz der Fantasy-Aspekte nicht unwirklich wirkt. Man fühlt sich in eine andere, längst vergangene Zeit versetzt und die Geschichten sind trotzdem abwechslungsreich und sehr kreativ gestaltet.

Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass man nur wenig über das eigentliche Leben der Heckenritter erfährt. Die Geschichten spielen alle auf eher unbewegten Standorten, ich hätte jedoch eine Geschichte über das Leben unter freiem Himmel und der Suche nach einer neuen Aufgabe sehr viel interessanter gefunden.

Alles in allem ist die Vorgeschichte super für alle Fans der „Original“-Saga, da man direkt in die Welt von Westeros gleitet und die Gefühle, die aufgebaut werden, die gleichen sind wie bei „Das Lied von Eis und Feuer“.

Mara Frohreich, 17 Jahre

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