Die Farben des Blutes 2: Gläsernes Schwert

Coverfoto Das gläserne Schwert
Copyright: Carlsen

von Victoria Aveyard
aus dem Englischen von Birgit Schmitz
Carlsen, 2016
gebunden, 576 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-551-31710-0
21,99 Euro

„Ich bin eine Waffe aus Fleisch und Blut, ein von Haut umhülltes Schwert. Ich wurde geboren, um einen König zu töten, um eine Schreckensherrschaft zu beenden, bevor sie richtig beginnen kann. Feuer und Blitz haben Maven an die Macht gebracht, und Feuer und Blitz werden ihn zu Fall bringen.“ 

Im zweiten Band der Reihe befinden sich Mare und der Prinz Cal auf der Flucht mit der Scharlachroten Garde. Mare freut sich, ihren tot geglaubten Bruder Shade wiederzusehen und alles könnte perfekt sein. Wenn Maven nicht mit allen Mittel versuchen würde, die beiden wieder in seine Gewalt zu bringen und die Garde ein für alle Mal zu vernichten. Mare wird für die Rebellion zur Heldin, doch innerhalb der Garde spielt sie nur eine untergeordnete Rolle und muss sich den Befehlen fügen, was ihr natürlich nicht passt.  Sie und Cal würden lieber weitere „Rote“ mit besonderen Kräften finden. Denn auch Maven ist hinter ihnen her. Und so wird es ein Wettkampf um die Zeit, um Menschen und um die eigenen Abgründe.

Der zweite Band der Reihe geht tiefer in die Konflikte ein und die Figuren erhalten eine Tiefe, die der ganzen Geschichte noch mehr Spannung verleiht. So wird Mare, die eigentliche Heldin der Reihe, zu einer zwiegespaltenen Figur. Ihre Entscheidungen werden von anderen und von ihr selbst hinterfragt und kritisiert. Auch der Leser sympathisiert nicht immer mit ihr. Doch gerade das macht die Geschichte noch spannender. Mare ist keine perfekte Heldin, wie es oft in anderen Romanen der Fall ist, sondern eine mit Ecken und Kanten, die auch folgenschwere Entscheidungen trifft, mit denen sie leben muss. Das macht sie zu einer höchst interessanten Figur. Auch Cal bekommt einige weitere Charakterzüge und auch sein Zwiespalt zwischen den Pflichten als ehemaliger Prinz und dem neuen Leben wird gut thematisiert. Das Buch umfasst über 500 Seiten und man braucht auch etwas Zeit, um es durchzubekommen. Doch die Autorin nimmt sich viel Zeit, um die Figuren zu charakterisieren, um Probleme darzustellen und den Zauber des ersten Bandes nicht zu verlieren. Eine erfolgreiche Fortsetzung, nach der man auch sehnsüchtig auf den nächsten Band wartet.

Maike Grabow, 20 Jahre

 

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