Evangeline und die Geister des Bayou

Coverfoto Evengeline und die Geister des Bayou
Copyright: Thienemann

von Jan Eldredge
Thienemann, 2021
gebunden, 318 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-522-18529-5
15,50 Euro

 

Evangeline ist 12 – bald 13 Jahre alt. Doch immer noch ist nichts von ihrem Tiergefährten zu sehen. (Ein Tiergefährte gehört zwingend zu einer Geisterjägerin). Evangeline braucht unbedingt einen, sonst wäre dies ein Zeichen, dass ihr größter Traum –eine ebenso gute Geisterjägerin wie ihre Großmutter zu werden- geplatzt wäre. Evangelines Mutter ist bei einem Werwolfangriff ums Leben gekommen. Eines Tages erhalten Evangeline und ihre Granny einen Hilferuf aus New Orleans. Evangeline hofft, dass sie ihr Können bei diesem Auftrag beweisen kann. Also fährt sie mit ihrer Großmutter und deren Tiergefährten Fader, einem vierohrigen Kater, nach New Orleans zu Familie Midsomer.

Julian Midsomer, der Sohn der Midsomers, ist in Evangelines Alter. Er wirkt zunächst aber merkwürdig und unsympathisch. Julians Mutter leidet unter irgendetwas, was bisher kein Arzt oder Therapeut diagnostizieren konnte. Die Geisterjägerinnen sind ihre letzte Chance. Evangeline und ihre Granny stellen sofort fest, dass es sich nicht um harmlose Kreaturen handelt, unter denen Mrs. Midsomer leiden muss. Es handelt sich um Werwölfe- ausgerechnet das Rudel, welches Evangelines Mutter getötet hat. Als Granny sich ein Bein bricht, bleibt Evangeline nichts anderes  übrig, als Julian um Hilfe zu bitten. Da sich Evangeline aber selbst nicht sicher ist, ob sie eine echte Geisterjägerin ist, erlebt sie mit Julian ein spannendes Abenteuer.

Ich habe ein wenig gebraucht, um mich in das Buch einzufinden. Ich habe es, nachdem ich die ersten Kapitel gelesen hatte, für längere Zeit wieder weggelegt. Nachdem ich es dann doch wieder zur Hand genommen und komplett gelesen habe, wurde mir klar, dass die ersten Kapitel eher als Einleitung zu verstehen sind, in denen sich viele Informationen verbergen. Erst später geht die Geschichte in meinen Augen richtig los und wird dann doch noch spannend. Interessant beschrieben ist auch das Verhältnis zwischen Evangeline und Julian, aus anfänglicher Abneigung kann sich doch so etwas wie eine Freundschaft entwickeln.

Das Cover ist eigentlich ansprechend, es wirkt aufgrund der dunklen Farben irgendwie mystisch. Der Titel passt ganz gut und verrät nicht zu viel, vielleicht wäre aber – Evangeline und die Rougarous aus New Orleans- noch passender? An einigen Stellen habe ich den Text als etwas brutal empfunden, von daher würde ich es niemandem unter 10 Jahren empfehlen. Das Buch ist insgesamt für Jungen und Mädchen geeignet.

 

Annika Hauschild (11 Jahre)

 

 

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