Gelöscht

Coverfoto Gelöscht
Copyright: Fischer

von Teri Terry
aus dem Englischen von Marion Hertle
Fischer, 2015
gebunden, 432 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3733500382
17,95 Euro

Kyla hat keine Erinnerungen. Nicht an ihre Kindheit, nicht an ihre Familie und Freunde und auch nicht an ihren richtigen Namen. Sie wurde geslated. Doch immer wieder träumt sie von Dingen, die sie eigentlich nicht wissen und  glauben kann. Hat Kyla wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag ermordet? Und warum existiert ein Foto von ihr auf einer Seite über vermisste Kinder?

Langsam beginnt sie zu zweifeln und erkennt ihre Träume als Flashbacks an. Gemeinsam mit dem Slater Ben macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist spannend und man erfährt erst nach und nach alle Details über das Slaten und Kyla. Der Schreibstil ist flüssig und man kann sich die Situationen gut vorstellen.

Die Personen haben mir größtenteils gefallen. Kyla fand ich manchmal etwas merkwürdig und konnte ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen. Ihre Eltern haben beide eine Wandlung durchgemacht, die mich nicht ganz überzeugt hat, da sie nicht erklärt wurde.

Ihre Mutter war erst eher unsympathisch und kalt, worunter Kyla litt, doch plötzlich wird sie offen, schenkt Kyla Vertrauen und wirkt sehr nett und wie eine gute Mutter. Der Vater hingegen wirkte erst sehr sympathisch und verständnisvoll. Dann wurde er mir jedoch immer suspekter und ich wusste nicht mehr, ob ich ihm trauen kann. Seine Art ist nun eher bedrohlich, als freundlich. Amy, Ben, Jazz und Mac wirken wie wirklich nette Personen, mit denen man viel Spaß haben kann. Sie sind freundlich, offen und es macht Spaß, etwas über sie zu erfahren.

Amy hatte am Anfang des Buches eine große Rolle und stand Kyla sehr nahe. Doch nach und nach kam sie immer weniger vor, was ich schade fand, da sie viel Potenzial für einen größeren Anteil an der Geschichte hat. Neben Kylas Familie und Freunden, gibt es noch die üblichen „Feinde“, wie ihre Mitschülerin Phoebe und ihre Schulpsychologin. Man erfährt allerdings nie den genauen Grund ihrer Abneigung. Vor allem die Psychologin handelt sehr unprofessionell Kyla gegenüber und hat auch keine richtige Tiefe. Man lernt sie kaum kennen, wodurch es noch schwieriger ist sie zu verstehen.

Das Ende war meiner Meinung nach etwas zu kurz und zu schnell geraten. Das ganze Buch baut sich eher langsam auf und man hat viel Zeit alles nachzuvollziehen, wohingegen die „Auflösung“ nur auf wenigen Seiten angedeutet wird. Wieso genau Kyla nun anders ist als die anderen Slater erfährt man auch nicht wirklich (das kommt wahrscheinlich in den nächsten Bänden heraus).

Bis auf das Ende fand ich „Gelöscht“ gut und werde wahrscheinlich auch den zweiten und dritten Teil der Reihe lesen, um mir über Kylas Geheimnis im Klaren zu werden.

Mara Frohreich, 17 Jahre

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