Haus ohne Spiegel

Coverfoto Haus ohne Spiegel
Copyright:Sauerländer

von Marten Sanden
Sauerländer, 2019
gebunden, 144 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN: 978-373734646
12,00 Euro

Thomasine ist 13 und lebt zusammen mit ihrem Vater Thomas im Haus ihrer Großtante Henrietta. Dort wohnen auch Thomasines Cousinen, eine Tante, ein Onkel und Henrietta selbst. Alle warten darauf, dass Henrietta stirbt.

Eines Tages zeigt Thomasines kleine Cousine Signe ihr einen geheimen Wandschrank. Thomasine kann nicht widerstehen und klettert hinter Signe in den Schrank. Sie sieht sich verwundert um: Überall in dem Wandschrank, der wie ein kleiner Raum aussieht, stehen viele Spiegel. Es ist Thomasine bisher noch nie aufgefallen, aber jetzt weiß sie, warum sie sich im Bad so unsicher ist: Es gibt dort keine Spiegel. Im ganzen Haus gibt es keinen einzigen Spiegel!

Signe ist schon vor Thomasine durch den Wandschrank gereist und drängt ihre Cousine nach draußen. Thomasine sieht, dass sie sich immer noch in Henriettas Haus befinden. Allerdings auf den zweiten Blick fällt ihr doch etwas auf: Auf dem sonst so verstaubten Sofa sitzt eine Gestalt. Es ist ein kleines Mädchen mit Brille und zwei geflochtenen Zöpfen.

Nachdem Thomasine diese Reise durch den Wandschrank noch ein paar Mal gemacht hatte, weiß sie, dass das kleine Mädchen Hetty heißt. Außer Thomasine und Signe reisen ihre Cousine Wilma, ihr Cousin Erland und später noch ihr Vater durch den Schrank. Als sie wieder in der Gegenwart angekommen sind, ist jedes Mal irgendetwas Positives passiert, zum Beispiel findet Wilma sich auf einmal hübsch.

Alles wäre jetzt ja schön gewesen, aber Thomasines Onkel Kjell möchte das Herrenhaus von Henrietta verkaufen. Doch was ist das Geheimnis des mysteriösen Hauses? Schaffen Thomasine, Signe, Erland, Wilma und Hetty es rechtzeitig Onkel Kjell zu überreden? Und wer ist eigentlich Hetty? Ein Geist oder ein echtes kleines Mädchen?

Können die Kinder Henriettas Haus vor dem Verkauf retten? Es kommt hart auf hart und alle müssen zusammenhalten.

Auf dem Cover ist Henriettas Haus in der Nacht zu sehen. Die dunklen Farben wirken geheimnisvoll und machen neugierig. Mir gefällt das Buch gut, weil es sehr phantasievoll geschrieben ist, und es ist recht ausgeglichen erzählt: An manchen Stellen ist es lustig, an anderen spannend oder verrückt. Manchmal ist es aber auch ein bisschen schwer zu verstehen, ob das Buch jetzt in der realen Welt oder in der Vergangenheit spielt. Aber genau das hat mir an dem Buch am besten gefallen. Wer es mysteriös und spannend mag, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Ich würde es Lesern ab 10 Jahren empfehlen.

Annika Hauschild, 9 Jahre

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