Manipuliert

Coverfoto Manipuliert
Copyright: Coppenrath

von Teri Terry
aus dem Englischen von Petra Knese
Coppenrath, 2018
gebunden, 432 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 9783649626008
19,95 Euro

„Bitte erschieß mich nicht, bitte erschieß mich nicht, bitte… Mein Herz schlägt so langsam, dass ich fürchte, es könnte vor lauter Angst gleich stehen bleiben. Aber es ist eher die Zeit, die stehen bleibt. Das Blut, das mir durch die Adern schießen sollte, wartet. Über mir hängt ein Vogelschrei in der Luft, zerfällt in einzelne Töne, die sich wieder vereinen. Wenn sich das bisschen Leben, das mir noch bleibt, in diesen kleinen Dingen misst, dann sollen sie langsam vonstatten gehen, so langsam wie möglich, um meine Zeit auf Erden auszudehnen.“

 Der Folgeband von „Infiziert“ geht rasant weiter!

Shay hat Kai am Ende des ersten Teils verlassen, um sich den Soldaten als Überlebende – und damit auch Infizierende – zu stellen. Kai ist verzweifelt und macht sich sofort auf die Suche nach ihr. Zuerst muss er von der Insel runter und sich dann durch die Quarantänezonen in Schottland schmuggeln. Die Vorschriften sind noch strenger geworden und es sieht so aus als würde die Regierung alles tun, um die Epidemie einzudämmen. Doch Kai weiß: Irgendwas verbirgt die Regierung. Keiner scheint zu wissen, dass es sich nicht um eine Krankheit im herkömmlichen Sinn handelt, sondern dass sie durch Antimaterie ausgelöst wird. Kai will die Wahrheit ans Licht bringen und gleichzeitig Shay retten, die als Überlebende unter Verdacht steht, die Krankheit zu übertragen. Doch dann stößt er im Internet auf Videos von einem Mädchen, das mitten in London steht, behauptet eine Überlebende zu sein und trotzdem niemanden ansteckt. Frejas Videos werden von der Regierung immer wieder gelöscht und Kai ist sich sicher, dass das etwas zu bedeuten hat. Er muss Freja finden! Vielleicht kann sie ihm helfen, Shay zu retten. Diese wird währenddessen in einem Raum ohne Fenster und Türen von der Außenwelt abgeschirmt, unter Drogen gesetzt und beobachtet.

Callie, Kais kleine Schwester, kann als Geist nicht mit Kai reden, aber folgt ihm dennoch überall hin. Und dort, wo sie war, hinterlässt sie die Krankheit. Sie weiß, dass sie die Überträgerin ist und fühlt sich schlecht, weil sie Shay in dem Glauben gelassen hat, sie (Shay)selbst sei es. Auch Callie will sie unbedingt finden und hofft, dass sie mit Freja ebenso sprechen kann wie mit Shay, denn zusammen können sie es bestimmt schaffen. Doch der Weg bis zu Shays Rettung steckt voller Überraschungen und Schwierigkeiten.

Meine Meinung:

Die Autorin hat sich selbst übertroffen! Die Geschichte ist noch abgefahrener als die aus der Gelöscht-Trilogie und Book of Lies zusammen. Trotzdem schafft sie es, alles logisch nachvollziehbar zu beschreiben. Ich für meinen Teil kenne mich nicht sonderlich gut mit Physik aus und ich fand Physik in der Schule immer doof. Aber Teri Terry schafft es, dass mich die Welt der Antimaterie und Materie total in ihren Bann zieht. Ich weiß nicht, wie viel davon stimmt, aber es wirkt sehr gut recherchiert und ist so erklärt, dass man es gut versteht. Die Idee ist mal etwas vollkommen anderes und das macht das Buch so spannend, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste. Man erfährt jetzt immer mehr über diese Epidemie und ihre Hintergründe. Das hat mir ja leider im ersten Teil etwas gefehlt, sodass es viel Raum für Spekulationen gab. Mir hat nicht so gut gefallen, dass der anonyme Dr. 1, der hinter dem ganzen steckt, so lange anonym bleibt. Weil man als Leser schon nach dem ersten Band ziemlich sicher wissen konnte, wer es war. So ähnlich ist das mit dem Übertragen der Krankheit: Man weiß die ganze Zeit, dass Callie die Trägerin ist und möchte die anderen Charaktere am liebsten anschreien, weil sie es erst so spät herausfinden. Doch glücklicherweise tut das der Spannung keinen Abbruch, denn es passiert so viel Neues und Überraschendes, dass man immer nur weiterlesen möchte. Und am Ende kommt dann sogar noch eine sehr große und überraschende Tatsache, sodass ich über den kleinen Kritikpunkt, den ich eben genannt habe, gerne hinwegsehe.

Das Ende ist super und macht Lust auf den dritten Teil, auf den wir hoffentlich nicht mehr so lange warten müssen! Denn wenn das so weitergeht, muss der dritte Band der beste sein. Bisher hat mir nämlich der zweite besser gefallen als der erste. Es ist einfach mehr passiert! Ich bin also echt froh, den zweiten Teil gelesen zu haben. Und ich rate allen, die der erste Band nicht ganz überzeugen konnte, dem zweiten eine Chance zu geben. Es lohnt sich!

Carolin Wallraven, 19 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

In ganz Europa ist eine tödliche Epidemie ausgebrochen, die sich immer mehr verbreitet. Jedoch stirbt nicht jeder, denn es gibt immune Menschen, die mit einem großem I-Tattoo auf der Hand gekennzeichnet sind. Zudem gibt es Überlebende, die außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen, wie z.B. sich selber heilen zu können oder mit den Gedanken zu kommunizieren. Die Regierung macht die Überlebenden verantwortlich für die Ausbreitung der Epidemie, führt Tests mit ihnen durch und lässt sie töten.

Shay, Kai und Callie wollen unbedingt mehr über die Seuche herausfinden. Shay ist eine Überlebende und denkt, dass sie als eine der Überlebenden die Seuche verbreitet. Deswegen stellt sie sich dem Militär, um Wissen über ihre Fähigkeiten zu erlangen und die Wahrheit herauszufinden. Kai liebt Shay und ist zutiefst verletzt, dass Shay in seine Gedanken eingedrungen ist um ihn in einen tiefen Schlaf zu versetzen, während sie sich ohne Abschied dem Militär gestellt hat. Aus diesem Grunde macht er sich zusammen mit Callie auf die Suche nach Shay. Kais kleine Schwester Callie war eine Überlebende, die in einem Feuer verbrannt wurde. Zurückgeblieben ist nur ein Haufen Asche und eine Art Geist oder Schatten, den nur andere Überlebende sehen können. Callie weiß als einzige, dass sie die Seuche verbreitet und ist auf der Suche nach Dr. 1, der ihrer Meinung nach für all das verantwortlich ist.

Meine Meinung:

Mir hat „Manipuliert“ richtig gut gefallen, weil es, wie ich finde, eine sehr realistische Geschichte ist und immer wieder für Überraschungen und Wendungen sorgt. Besonders gut fand ich auch, dass das Buch aus den drei verschiedenen Perspektiven von Shay, Kai und Callie geschrieben ist. Dadurch hat man jede Person detailliert kennengelernt und ich konnte richtig gut mitfiebern. Dazu muss ich leider sagen, dass ich das ganze Buch über und besonders am Anfang Schwierigkeiten hatte, mich mit Callie „anzufreunden“ bzw. ihre Gefühle, Gedanken und Entscheidungen nachzuvollziehen. Zudem habe ich das Buch schnell durchgelesen, weil immer an den richtig spannenden Stellen ein Perspektiv- und Ortswechsel von Shay zu Kai und Callie oder andersherum stattfand. Da das Buch noch viele Fragen offen lässt, freue ich mich sehr auf den dritten Band. Den ersten Band der Reihe „Infiziert“ habe ich nicht gelesen, aber mich hat das Buch trotzdem sofort in seinen Bann gezogen.

Ein einzigartiges Jugendbuch, das für alle Jugendlichen, die das Thema angesprochen hat und den ein oder anderen Erwachsenen interessant sein könnte.

 Sonja Schmitz, 14 Jahre

 Und hier kommt noch eine dritte Meinung zu diesem Buch:

Callie, ein Geist, wusste, dass sie die Trägerin war. Shay dachte, dass sie die Trägerin wäre und stellte sich. Callies Bruder Kai musste seine Freundin Shay finden. Callie folgte ihm und hinterließ die Seuche an jedem Ort, an dem sie war.

Nachdem Shay sich gestellt hatte, kam sie in ein Lager, in dem Überlebende, die angeblich die Träger waren, durch Tests mehr Eingebung in ihre Fähigkeiten bekommen sollten: Gedanken lesen, Auren heilen und Menschen kontrollieren. Lügen und Wahrheiten zu erkennen und mit Geistern, wie Callie, zu reden, war hier Alltag. Doch nicht alle waren nett und außerdem wurden die Überlebenden wie Teufel verfolgt.

Kai suchte nach Shay. Aber auch nach Dr. 1, der dies alles erschaffen hatte. Er musste mehr ertragen, als jeder in seinem Alter, und das schaffte ihn. Das Gruseligste war, dass ihm eine Spur des Todes folgte…

Callie war es so satt zu lügen. Sie hatte sich nicht getraut, Shay zu sagen, dass sie vermutete, dass sie die Trägerin war, doch jetzt bereute sie es. Noch nie hatte sie ihren Bruder Kai so verloren gesehen. Am liebsten hätte sie mit ihm gesprochen, doch als Geist konnte sie schließlich nur von den Überlebenden gesehen werden und nicht von Immunen wie Kai!

Ich finde das Thema des Buches echt hart. Zu wissen, dass alle, die man liebt, sterben, nur man selbst nicht, z.B. als Überlebender oder Immuner, ist echt schlimm.

Das Cover ist sehr cool gestalten, sodass es einen sehr anspricht. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und auch die wörtliche Rede und die Gedanken von Shay, Callie und Kai sind sehr detailliert und genau geschrieben. Am spannendsten fand ich die Parts von Callie, da sie sich immer wieder starke Schuldgefühle zuschreibt und sich aufregt, dass Kai sie nicht verstehen kann. Außerdem kann sie ihm ja auch nicht sagen, dass sie vermutet, dass sie die Trägerin sei.

Das Genre des Buches würde ich als Science-Fiction einordnen.

Da dieses Buch das zweite Buch einer Reihe ist, würde ich euch empfehlen, zuerst das Erste zu lesen…( „Infiziert“ von Teri Terry)

Viel Spaß beim Lesen!

Sophie Heuschkel, 12 Jahre

 

 

 

 

 


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