Niemand wird sie finden

Coverfoto Niemand wird sie finden
Copyright: randomhouse

von Caleb Roehrig
Cbj, 2017
Paperback, 416 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-17334-3
14,99 Euro

 „January McConville wird vermisst, mein Junge. Sie ist am Dienstagabend nicht von der Schule nach Hause gekommen, und niemand hat seitdem etwas von ihr gehört oder gesehen.“

Als Flynns Freundin January verschwindet, glaubt Flynn zunächst nicht an ein Verbrechen, da January ihren ganz eigenen Kopf hat und in keinem besonders guten Verhältnis zu ihrer Familie steht. Doch als die Polizei beginnt die Ermittlungen als Mordfall einzustufen, begibt auch Flynn sich auf die Suche nach January und muss feststellen, dass er sie vielleicht doch nicht so gut kannte, wie er immer dachte. Flynn muss unbedingt herausfinden, was mit January  passiert ist, da die Polizei ihm Fragen stellt, die er nicht beantworten kann. Denn auch Flynn hütet ein Geheimnis, dass er nicht einmal sich selbst eingestehen will.

Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen, da es einen ziemlich atmosphärischen und lebhaften Schreibstil hat. Ich kann mich noch an einige Szenen erinnern, wo ich wirklich das Gefühl hatte, nicht mehr zu Hause auf dem Sofa zu sitzen, sondern mit Flynn durch die Straßen zu wandern. Beispielsweise am Anfang des Buches, wo die zu Halloween dekorierte Straße beschrieben wurde. Außerdem wird sehr gut Flynns Zwiespalt aufgezeigt: Auf der einen Seite möchte er um jeden Preis sein Geheimnis hüten. Auf der anderen Seite fühlt er sich schuldig, dass er January dadurch in Gefahr bringen könnte. Man kann seine Gedanken wirklich gut nachvollziehen und sich mit ihm identifizieren. Die Story an sich war auch sehr spannend, auch wenn es gegen Ende ein paar lang gezogene Stellen gab. Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt. 😉 Die Auflösung war auch sehr durchdacht und hat das Buch schön abgerundet.

Alles in allem eine Leseempfehlung für alle Spannungs-Freunde unter euch. Vor allem für einen gemütlichen Leseabend an regnerische Herbst- oder Wintertagen auf dem Sofa. J

Imke Wellesen, 17 Jahre

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.