Pearl- Liebe macht sterblich

Coverfoto Pearl Liebe macht sterblich
Copyright: Fischer

von Julie Heiland
Fischer FJB, 2017
gebunden, 352 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-8414-4017-4
16,99 Euro

Venedig- die Stadt der Liebe. Doch nicht für Pearl. Denn sie ist eine Suchende und hält seit 200 Jahren nach ihrem Seelenverwandten Ausschau.

„Ich bin eine Suchende. Suchende sind Menschen, die gestorben sind, ohne jemals Liebe erfahren zu haben. Deren Sehnsucht nach Wärme, Geborgenheit und Liebe aber so groß gewesen ist, dass ihr Herz nach dem Tod keinen Frieden gefunden hat.“

Pearl lebt mit zwei weiteren Suchenden in Venedig, um da ihre ewige Liebe zu finden. Als Suchende ist sie dazu verdammt, unsterblich zu sein und hoffnungslos nach ihrer Liebe zu suchen. Wenn sie sich täuscht und einen Mann küsst, den sie am Ende doch nicht  liebt, beraubt sie ihn seiner Liebe und er wird nie wieder glücklich.

Als Pearl Noah kennenlernt, ist sie darum noch vorsichtiger. Sie will nicht das Risiko eingehen, dass er doch nicht der Richtige sein könnte, zu groß ist die Gefahr, ihm seine Liebe zu rauben.

Was Pearl nicht weiß: Noah ist ein Jäger. Einer der Suchenden, die befreit wurden von ihrem unsterblichen Leid, weil sie die Liebe gefunden haben und somit wieder menschlich wurden. Er hat 30 Tage, um herauszufinden, ob Pearl eine gute oder eine böse Suchende ist- ob sie noch Hoffnung hat die wahre Liebe zu finden oder ob sie wahllos Männer küsst, um für wenige Sekunden deren Liebe zu verspüren.

Noah soll als Jäger Pearl eigentlich umbringen. Als sein Partner dann auch noch ein Mittel findet, um Suchende endgültig zu töten, spitzt sich die Lage zu.

Dieses Buch hat mich umgehauen, aber das ganz langsam, sodass ich auch nicht realisiert habe, wie sehr ich die Charaktere in mein Herz geschlossen hatte.

Pearl und Noah- die beiden haben meine Nerven auf den Gipfel getrieben! Ich mochte die beiden so sehr zusammen und natürlich hatten sie beide gute Gründe, wieso sie vorsichtig waren, aber gerade zum Ende des Buches hin, wollte ich die beiden nur noch nehmen und fest rütteln, damit sie der Wahrheit in die Augen schauen.

Noah habe ich sofort ins Herz geschlossen, ich hatte das Gefühl, dass er ein guter Jäger ist, er möchte nur die bösen Suchenden töten. Nicht so wie sein Partner, aus dessen Sicht auch manche Kapitel geschrieben waren. Der möchte alle Suchenden umbringen, da er selbst, nachdem er erlöst war, seine Liebe verloren hat und unglücklich ist.

Es gibt total verschiedene Charaktere, die unterschiedliches ausdrücken. Die Suchenden haben keine Hoffnung mehr, aber dennoch versucht Damien dies mit Partys zu überspielen, während Alexa sich in ihr Unglück stürzt und Pearl mit Noah und ihren Gefühlen überfordert ist. Die Jäger sind ebenfalls total unterschiedlich. Noah möchte Pearl helfen und nur böse Suchende töten, während sein Partner am liebsten alle, also auch die guten Suchenden aus dem Weg räumen würde.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker, sodass ich das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen habe und am Ende traurig war, dass ich es so verschlungen habe.

Für mich war es der richtige Faktor an Kitsch (allein, weil die Geschichte  in Venedig spielt und dementsprechend die Liebe im Vordergrund ist), vielleicht wäre es für den ein oder anderen schon zu viel, aber mir hat das definitiv gefallen!

Wirklich ein Buch, das man genießen kann, vor allem mit so einem schönen Setting wie Venedig, wo man sich direkt wie zu Hause fühlt, wenn man das Buch liest!

Sarah Schröder, 18 Jahre

 

 

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