Pünktchen und Anton

Coverfoto Pünktchen und Anton
Copyright: Atrium

von Erich Kästner
Atrium Verlag AG, 2018
gebunden, 151 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN 978-3-85535-606-5
14,00 Euro

 

Pünktchen (sie heißt eigentlich Luise) ist ein Mädchen aus einer sehr wohlhabenden Familie, während Anton aus ärmeren Verhältnissen stammt. Trotzdem sind die beiden gute Freunde und erleben gemeinsam dieses Abenteuer.

Abends steht Pünktchen mit ihrem Kindermädchen Fräulein Andacht auf der Weidendammer Brücke und bettelt. Anton ist auch immer dabei. Pünktchen verkauft Streichhölzer und tut so, als ob ihre Mutter (gemeint ist Fräulein Andacht) in ihrem jungen Alter erblindet ist. Anton verkauft Schnürsenkel, macht allerdings keinen so guten Umsatz wie Pünktchen und ihr Kindermädchen. Natürlich wissen Herr und Frau Pogge (das sind Pünktchens Eltern) und Frau Gast (das ist Antons Mutter) nicht, dass sich ihre Kinder nachts heimlich aus dem Haus schleichen. Fräulein Andacht braucht das Geld für ihren Freund Robert, was Pünktchen sehr merkwürdig findet. Deshalb gibt sie Anton auch meistens etwas von dem Geld, was sie und Fräulein Andacht erbettelt haben, denn sie weiß, dass Anton und seine Mutter es besser gebrauchen können.

Pünktchens Eltern gehen abends oft in die Oper. Dort sitzen sie immer in einer sogenannten Loge, die so teuer ist, dass Anton und seine Mutter vierzehn Tage von dem Geld leben könnten.

Auch an diesem Abend sind Herr und Frau Pogge wieder in der Oper. Oder besser: Dort sollten die beiden eigentlich sein, aber ein Junge namens Gottfried Klepperbein hat Herrn Pogge  verraten, dass Pünktchen abends betteln geht. Davon will sich Herr Pogge selbst ein Bild machen und schickt deshalb seine Frau unter einem Vorwand vorerst alleine in die Oper. Er selbst läuft zur Weidendammer Brücke und entdeckt dort seine Tochter(Pünktchen).

Plötzlich taucht Fräulein Andachts Freund Robert auf und stiebitzt ihr die Schlüssel zur Wohnungstür der Pogges. Anton reagiert blitzschnell, er rennt zum nächstgelegenen Restaurant und ruft bei den Pogges an. Doch da ist natürlich niemand zuhause! Kann Anton einen Einbruch bei den Pogges trotzdem verhindern?

Dieses Buch ist durch seine spannende und packende Handlung unterhaltsam, denn am Ende wird es sehr knapp, ob sie Robert aufhalten können oder nicht. Das Buch will man dann gar nicht mehr aus der Hand legen. 😉

Der Autor – Erich Kästner – hat in diesem Buch nur selten schwere Wörter verwendet, weshalb es einfach zu lesen ist. Das Buchcover gefällt mir gut, denn Pünktchen, Anton und Pünktchens Hund Piefke sind darauf abgebildet.

Besonders hat mir gefallen, dass es (wie eigentlich immer in Büchern von Erich Kästner ;-)) ein Vorwort gab, nur dass es dieses Mal als “Einleitung” bezeichnet wurde. Es gab (auch wie immer) ein Nachwort, welches mir sehr gefiel.

Ebenfalls finde ich es toll, dass auf jedes Kapitel eine “Nachdenkerei” folgt, die zu dem vorigen Kapitel passt.

Mir gefallen auch die vielen Zeichnungen, die der Illustrator sehr durchdacht gezeichnet hat.

Das Buch „Pünktchen und Anton“ gehört zu keiner Buchreihe, weshalb man es problemlos lesen kann.

Ich empfehle euch dieses Buch, wenn ihr Bücher mögt, die von selbstlosem und freundschaftlichem  Handeln erzählen, aber auch, wenn ihr gerne Bücher von Freundschaften lest, ist dieses Buch ein Muss.

 

Karoline, 11 Jahre

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