Sonntag, Montag, Sternentag

Coverfoto Sonntag, Montag, Sternentag
Copyright: Carlsen

von Anna Woltz
Carlsen, 2020
gebunden,64 Seiten
ab 7 Jahren
ISBN978-3-551-55768-1
10,00 Euro

Ich heiße Nora und ich bin Erfinderin. Letzte Woche brannten meine Haare ein wenig. Und aus meinem schönsten Pulli habe ich Flügel geschnitten. Ich wollte unseren Hund Bruno fliegen lassen. Aber Bruno hatte keine Lust dazu.

Nora ist sehr zufrieden mit ihrem Leben. Denn sie ist Erfinderin. Und sie hat wirklich tolle Ideen. Wer denkt sich schon eine Falle für ältere Brüder aus, die nerven? Nora macht das und hat auch großen Erfolg damit. Ihre Brüder sind 10, 12 und 15 Jahre alt und sie nehmen sie nicht wirklich Ernst. Bis zu dem Tag, als Nora die „Brüderfalle“ ausprobiert.

Aber das erzählt uns Nora nur nebenbei. Die wirkliche Geschichte beginnt erst an einem Freitag. Mit einem großen Umzugswagen, der direkt vor Noras Haustür parkt. Ein Junge in ihrem Alter, er heißt Ben, zieht dort mit seinen Eltern ins Nachbarhaus, aber er ist ziemlich zickig, findet Nora.

In der Nacht hört Nora auf  einmal komische Geräusche. Ihr Erfinder-Zimmer ist oben auf dem Dachboden und die Geräusche scheinen genau von nebenan zu kommen. Aus einer geheimen Luke, die Nora bisher noch nie entdeckt hat. Die Luke führt genau in Bens Dachboden-Zimmer. Jetzt haben die beiden ein Geheimnis.

Aber es bleibt nicht bei dem einen Geheimnis. Denn Ben hat ein spannendes Hobby und leider auch sehr viel Angst. Das macht die Begegnungen zwischen Nora und Ben nicht gerade einfach. Aber nach und nach fasst Ben immer mehr Vertrauen zu Nora, und als sie tatsächlich etwas gegen seine Angst erfindet, steht der Freundschaft der beiden nichts mehr im Weg.

Dieses Buch ist wirklich ein kleiner Schatz für Leseanfänger. Es erzählt völlig unaufgeregt aber trotzdem spannend eine wunderbare Freundschaftsgeschichte von zwei sehr unterschiedlichen Kindern. Nora, die aufgeweckte und pfiffige Göre, die sich durch nichts und niemanden unterkriegen lässt und Ben, der schüchterne, schlaue Einzelgänger, der so viel weiß, was man ihm auf den ersten Blick gar nicht zutraut. Wie die beiden sich langsam annähern und Freunde werden, das ist sehr lebensnah und einfühlsam erzählt. Und gleichzeitig so witzig, dass man immer wieder schmunzeln muss.

Die 64 Seiten lassen sich schnell und flüssig lesen, auch wegen der vielen wunderschönen Bilder von Lena Hesse. Das ist alles sehr stimmig und macht das Buch zu einem großen Lesevergnügen. Nicht nur für Kinder.

Monika H.

 

 

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