Aller Anfang ist die Hölle

Coverfoto Dämonenfängerin
Copyright Fischerverlage

von Jana Oliver
Fischer, 2011
Taschenbuch, 4 Bände
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-8414-2110-4
9,99 Euro

Die vierbändige Buchreihe „Die Dämonenfängerin“ handelt von der jungen Riley Blackthorn, die genau wie ihr Vater in die Zunft der Dämonenfänger eingetreten ist. Das Besondere daran ist, dass sie die erste Frau in der Zunft ist und die meisten älteren Dämonenjäger dies nicht akzeptieren können.

So hatte sie sich ihren ersten Auftrag nicht vorgestellt. Ein eigentlich recht harmloser kleiner Dämon wütet in der städtischen Bibliothek von Atlanta. Und kaum hat sie ihn gefangen, bricht wie aus dem Nichts ein Sturm los und verwüstet die halbe Bibliothek. Wie erklärt sie das nun Meister Harper, der ebenfalls die Meinung vertritt, dass Frauen  bei den Dämonenfängern nichts zu suchen haben.

Doch Riley lässt sich nicht unterkriegen und versucht herauszufinden,  was in der Bibliothek passiert ist. Ihr Vater vermutet, dass es vielleicht ein sehr viel mächtigerer Dämon als sie gewesen sein könnte und sie besser die Finger von der Sache lassen solle.

Bald darauf beginnt das Unglück seinen Lauf zu nehmen, als plötzlich der Lehrling ihres Vaters, Beck, vor ihrer Tür steht und eine tragische Nachricht überbringt. Ihr Vater starb im Kampf gegen zwei starke Dämonen und Beck konnte gerade noch entkommen. Danach bricht Rileys Leben komplett zusammen und nichts ist mehr wie vorher. Doch es kommt noch schlimmer, da die Hölle anfängt sich auf eine Schlacht vorzubereiten. Der Kampf der Dämonenfänger scheint immer aussichtsloser, da die Dämonen immer schlechter mit dem Weihwasser bekämpft werden können. In den Unterlagen ihres Vaters findet Riley Hinweise auf einen Betrug mit dem Weihwasserhandel. Doch als sie bei einer Fängerversammlung genau über diesen Betrug berichten will, kommt es zu einem Überfall von Dämonen.

Um die Zunft zu Retten und die Dämonen zu besiegen, fällt sie sogar in die Schuld von Gott und Luzifer. Nun steht sie in einem Konflikt zwischen Himmel und Erde….

Band 1: Am Anfang ist die Hölle
Band 2: Seelenraub
Band 3: Höllenflüstern
Band 4: Engelsfeuer

Patrick Stenzel, 18 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Riley Blackthorne ist siebzehn und damit noch eine Dämonenfängerin in der Ausbildung. Es ist ungewöhnlich, dass Frauen diesen Job machen, doch ihr Vater ist der berühmte Paul Blackthorne und sie ist bei ihm in der Ausbildung.

Bei einem kleinen, vergleichsweise einfachen Auftrag geht für Riley alles schief. Sie ist Schuld an der Verwüstung einer ganzen Bibliothek und doch ist sie sich sicher, dass dahinter ein mächtiger Dämon steckt. Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht. Denn Dämonen arbeiten nicht zusammen und warum sollte es die Hölle auf sie abgesehen haben? Ein Unglück kommt leider selten allein und kurz darauf passieren etliche schreckliche Dinge, die nicht nur Riley, sondern alle Dämonenfänger erschüttern.

 

Meine Meinung:

Puh! Ich habe schon lange nicht mehr ein so anstrengendes Buch gelesen. Denn es war gleich in mehrerer Hinsicht anstrengend:

Zuerst einmal das Auffälligste und Störendste: Der Schreibstil. Ich weiß nicht, ob das am Übersetzen liegt oder ob auch das Original so grausig ist. Jedenfalls ist es durchgehend in einer schrecklichen Jugendsprache geschrieben, die zwar durchaus gesprochen wird, aber in Schriftsprache total fehl am Platz wirkte. Die Absicht war sicher, das ganze nah am Gesprochenen zu halten, um es möglichst echt wirken zu lassen. Dieses Ziel wurde aber total verfehlt und es liest sich einfach nur sehr merkwürdig.

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Teil des Buches: Die Charaktere. Ich habe irgendwie keine wirkliche Sympathie für sie aufbringen können. Dazu kommt noch, dass Riley auf einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von drei Typen steht und ihre Gefühle irgendwie ständig ins Wanken geraten. Die große Liebe, die sie dann am Ende angeblich empfindet, kaufe ich ihr leider nicht ab.

Und dann zu guter Letzt: Die Story an sich. Grundsätzlich bin ich immer für Dämonen zu haben und ich glaube, dass die Reihe auch echt Potenzial hat, was den weiteren Handlungsverlauf angeht. Denn auf den letzten Seiten ist es auch recht spannend geworden. Doch dafür war der Einstieg umso schleppender und langatmiger.

Mein Fazit daher: Der Auftakt der Reihe hat mich sehr enttäuscht. Ich hatte große Erwartungen, die jedoch alle grundsätzlich nicht erfüllt wurden und leider sehe ich mich noch nicht einmal in der Lage, den restlichen Bänden noch eine Chance zu geben, weil ich den Schreibstil so schrecklich finde.

Carolin Wallraven, 21 Jahre

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