Das schöne Leben und der schnelle Tod

Coverfoto Das schöne Leben und der schnelle Tod
Copyright: Fischer

von Michael Wildenhain
Fischer Sauerländer, 2019
Hardcover, 238 Seiten
ISBN 9783737356213
15,00 Euro

„Allein dass ich mich rächen muss, spielt eine Rolle.“

 

Gabor zieht mit seiner Mutter um. Nach dem Ende der Sommerferien muss er dann in seine neue Klasse und bemerkt, dass dort Fee, Luzius und Mozart, die er am Tag zuvor bei einer Auseinandersetzung beobachtet hat, in seiner Klasse sind.

Luzius und Mozart waren früher befreundet, bevor ein heimliches Video die Freundschaft zerstörte. Nun will Mozart Rache an Luzius.

Gabor befindet sich mittendrin. Es dauert, bis er alle Zusammenhänge zwischen den Mitmenschen versteht und realisiert erst dann, wie tief er bereits mit drinhängt.

Diese Rezension wird schwierig. Als ich den Buchrücken gelesen habe, wusste ich nicht, was mich erwartet. Nachdem ich das Buch zugeklappt hatte, war ich immer noch leicht überfordert.

Fangen wir mit einem leichten Thema an. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber sobald man drin ist, lässt sich das Buch sehr schnell und angenehm lesen. Es werden manchmal Reime eingebaut, was ich sehr interessant und anders fand.

Das Cover ist nicht meins. Der Titel macht definitiv neugierig, aber das Cover spricht nicht unbedingt die LeserInnen an.

Die Charaktere haben alle ihre eigenen Rollen. Gabor, Fee, Mozart und auch andere. Jeder ist auf seine Weise besonders und man kann sich schnell merken, welche Charaktere wie drauf sind (auch wenn es relativ viele Charaktere sind, die auf einen Schlag eingeführt werden). Die Beziehungen zwischen den Charakteren muss man erst verstehen und verarbeiten. Manche sind wirklich… ungewohnt. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, deswegen werde ich dazu schweigen, aber die sind wirklich mal was ganz anderes.

Inhaltlich wird es jetzt schwierig. Ein Deutschlehrer würde sich bei so einem Buch bestimmt austoben und alles Mögliche ausanalysieren. Da ich kein Deutschlehrer bin, kann ich das nicht tun. Nur als Leser würde ich den Inhalt als schwer einstufen. Es ist wirklich schwer, der Geschichte folgen zu können, denn was das angeht, ist sie besonders geschrieben. Es gibt Textpassagen aus Mozarts Sicht, wodurch nochmal ein neuer Blickwinkel kommt und man Mozart auf gewisse Art besser kennenlernt. Es kommen Wendungen, Erzählungen und Textpassagen, die nochmal alles verändern und auch den Blickwinkel der LeserInnen umschwenken lässt.

Wie man unschwer erkennt, ist meine Meinung sehr durchwachsen. Das Buch ist nicht mein Liebling, aber definitiv auch nicht schlecht- es ist eben anders. Wenn euch der Buchrücken neugierig macht, überzeugt euch selbst! Ich bin gespannt, wie ihr es findet.

Sarah Schröder, 20 Jahre

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