Piper Perish

Coverfoto Piper Perish
Copyright: Sauerländer

von Kayla Cagan
aus dem Amerikanischen  von Maren Illinger
Sauerländer, 2017
Gebunden, 400 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5441-7
16,99 Euro

Die Geschichte:

Piper Perish ist jung. Sie steht kurz vor ihrem High-School Abschluss in ihrer Heimatstadt Houston in Texas, und sie hat einen Traum. Sie möchte Künstlerin sein. Deswegen ist ihr einziges Ziel, ein Kunst-Konservatorium in der Künstlerstadt New York zu besuchen. Und das nicht allein, sondern mit ihrer besten Freundin Kit und ihrem Freund Enzo, die beide  ihre Liebe zur Kunst teilen.

Das ist der große Plan des Trios. Raus aus der Kleinstadt.  Besonders Piper ist das sehr wichtig, weil sie Probleme mit ihrer großen Schwester Marli hat. Doch der Plan platzt. Zuerst trennt Enzo sich von Piper, weil er sich in jemand anderen verliebt hat – einen Jungen! Und dann wird ihre Freundin Kit nicht an der Kunsthochschule angenommen. Aber Piper muss raus. Sie MUSS! Und sie wird allein nach New York gehen, komme was da wolle. 

Meine Meinung:

Bunt, verrückt, chaotisch, kreativ – doch eigentlich nur der ganz normale Alltagswahnsinn einer Jugendlichen.

Die Autorin hat ein wirklich authentisches Leben einer Jugendlichen beschrieben. Natürlich ist Piper ein besonders kreativer Kopf und eine tolle junge Künstlerin, was nicht jeder von sich behaupten kann und sie hat vielleicht auch mehr oder weniger familiäre Probleme als der eine oder der andere, aber im Kern ist sie nur eins: eine Jugendliche, die mit dem Erwachsenwerden konfrontiert wird. Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Piper weiß, was sie will, muss aber auch schwierige Entscheidungen treffen und erkennen, dass nicht alles so leicht ist, wie man sich das vorstellt. Sie steht vor einem Umbruch und dieser Umstand belastet nicht nur sie selbst, sondern auch die Beziehungen zu ihrer Familie und ihren Freunden.

Die Autorin hat die Gefühlswelt einer Jugendlichen wirklich gut beschrieben, sodass man sich der Protagonistin ganz nah fühlt. Gleichzeitig habe ich sie und ihre Verrücktheiten und Eigenarten lieben gelernt.

Das Buch ist als ihr Tagebuch geschrieben, in dem Piper einfach ihre Gedanken festhält und aus ihrem Leben erzählt. Da musste ich mich erst dran gewöhnen, aber  nach den ersten fünfzig Seiten konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen. Es war immer etwas los in Pipers Leben und wer liest schon nicht gerne in einem fremden Tagebuch?!

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich super. Leider wusste ich nicht immer so ganz, wo das Buch hinführen soll und letztendlich hätte es noch über das Ende hinaus weitergehen können. Naja, wer weiß. Vielleicht gibt es ja noch einen zweiten Teil, in dem es mit Pipers Leben weitergeht. Ich würde ihn lesen, denn alles in allem hat mich das Buch wirklich berührt. Ich bin zwar keine große Künstlerin, aber Pipers Kunst und ihre Denkweise haben mich inspiriert. Obwohl Chuck Close sagte: „Inspiration ist was für Amateure.“

Wie auch immer. Das Buch ist eine schöne Abwechslung und bringt Kreativität und Schwung in euer Leben. Also wenn ihr mal keine Lust mehr auf euer eigenes Drama im Alltag habt, steckt eure Nasen in Pipers Tagebuch und lasst euch von ihrem kreativen Leben mitreißen.

Carolin Wallraven, 18 Jahre

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