Scythe- Die Hüter des Todes

Coverfoto Die Scythe- Hüterin des Todes
Copyright: Sauerländer

von Neal Shusterman
aus dem Englischen übersetzt von Pauline Kurbasik und Kristian Lutze
Sauerländer, 2017
Hardcover, 513 Seiten
ab 15 Jahren
ISBN:978-3-7373-5506-3
18,99 Euro

 

„Der Scythe kam spät an einem kalten Novembernachmittag. Citra saß am Esstisch und quälte sich mit einer besonders kniffligen Mathematikaufgabe, schob Variablen hin und her, ohne eine Lösung für X oder Y zu finden, als diese neue, sehr viel bösartigere Variable in die Gleichung ihres Lebens trat.“

Die Menschheit hat sich fertig entwickelt und alles erforscht, was es zu erforschen gibt. Die Menschen können durch Krankheiten nicht mehr sterben. Man kann „über den Berg kommen“ und sein Alter bis auf 21 Jahre „zurück resetten“ lassen. Ein riesiger Computer namens „Thunderbrain“ übernimmt so ziemlich alle Aufgaben. Er regelt die Politik und andere wichtige Sachen. Doch in dieser scheinbar perfekten Welt müssen auch schwere Entscheidungen gefällt werden. Die Scythe „lesen Leute nach“ (töten sie) damit die Welt nicht überfüllt ist.  Ein Scythe kann auf seine ganz eigene Art „nachlesen“. Manche stehen auf Messer, andere auf Gift. Ein Scythe hat eine maximale Anzahl von Menschen, die er in einem Jahr töten darf. (die Opfer dürfen nur willkürlich aufgesucht werden)

Citra Terranova ist eine normale Jugendliche zu dieser Zeit. Sie geht zur Schule und  einkaufen. Doch alles ändert sich, als eines Tages ein Scythe vor der Tür der Terranovas steht und um Einlass bittet. Dadie  Scythe alles bekommen, was sie wollen, erwartet der Scythe, dass die Terranovas ihm Essen geben. Doch die aufbrausende Citra rastet aus und bangt um ihr Leben, denn normalerweise wiedersetzt sich niemand einem Scythe. Doch Scythe Faraday nimmt es gelassen und will sogar Citra selbst, zusammen mit einem Jungen namens Rowan Darmisch, zu einem Scythe machen. Doch was, wenn nicht alle Scythe so nett sind?

Wow. Es gibt Bücher, die dich einfach fesseln und dich gefühlt nie mehr loslassen. Genau dieses Gefühl hast du bei „Scythe“. Es ist ein sehr komplexes Buch, das dich jede Seite aufs Neue  überrascht. Die Ideen, die Neal Shusterman, (der Autor), einbringt sind fantastisch. Ich muss jedoch zugeben, dass es mir am Anfang schwerfiel, in das Buch und die Schreibart des Autors einzutauchen. Man wird praktisch hineingeworfen und soll sich zwischen Tagebucheinträgen und Charakterwechseln zurechtfinden. Doch nach ein paar Minuten hat man dann  „den Dreh raus“ und kann weiterlesen. Dieses Buch kannst und willst du nach den Anfangsschwierigkeiten nicht mehr aus der Hand legen. Alle Fantasy-, Liebes- und Action- Fans sollten sich ein Herz fassen und dem Buch eine Chance geben. Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen.

Frida Bollwinkel, 13 Jahre

 

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Scythe- Die Hüter des Todes

Die Welt ist vollkommen, die Menschen unsterblich und es gibt „die Scythe“, die dafür sorgen, dass Menschen realisieren, dass sie doch noch sterben können.

Scythe sind dazu da, regelmäßig Menschen umzubringen, damit es nicht zu viele gibt und sie nicht das Gefühl bekommen, allmächtig zu sein.

Citra und Rowan sind in der Ausbildung bei Scythe Faraday, um am Ende ein ausgebildeter Scythe zu werden. Doch durch das Konklave können nicht beide Scythes werden. Nur einer kann es schaffen und der Gewinner muss den Verlierer umbringen. Doch beide wollen das nicht.

Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, einmal aus der von Citra und dann aus der von Rowan. Die beiden verschiedenen Perspektiven sind vor allem ab der Mitte des Buches sehr interessant, da die Charaktere zwar zunächst ähnlich denken, sich dann aber durch einen Zwischenfall sehr verändern.

Man fiebert mit beiden Charakteren mit, da nur einer von ihnen ein Scythe werden kann. Auch die Spannung zwischen Citra und Rowan ist mitreißend, da die Beziehung der beiden einzigartig und auch herzzerreißend ist.

Die Mentoren sind ebenfalls bewegend, weil alle total unterschiedlich sind. Scythe Faraday, Goddard und Curie sind die Hauptfiguren bei den Scythe, und alle drei sind total verschieden. Faradays und Curies Meinungen sind auch beide sehr gut nachvollziehbar, während man sich nur wünscht, dass Goddard weggeht. Denn Goddards Meinung ist immer genau das Gegenteil von Curies und Faradays Ideen, sorgt aber damit für interessante Abwechslung.

Ein bisschen hat sich das Buch meiner Meinung nach hingezogen, man hätte es mit etwas weniger Seiten genauso gut erzählen können, dennoch fand ich die Geschichte gut und etwas komplett Neues, was ich so bisher nicht kannte.

Das Ende des Buches hat mich verblüfft dasitzen lassen und ich habe noch ein paar Tage später über das Buch nachgedacht, weil es so spannend und interessant war.

Das Cover finde ich irgendwie cool, es hat etwas Besonderes und sticht heraus. Auch meine Freunde, die das Cover gesehen haben, wollten direkt den Klappentext lesen, weil es faszinierend aussah.

Also definitiv ein Buch, das man lesen kann und sollte, wenn man Spannung und Action mag! Ein interessantes Thema, was meiner Meinung nach in der Zukunft irgendwann auch realistisch sein kann!

Band 2 der Scythe – Trilogie erscheint im Herbst 2018

Sarah Schröder, 18 Jahre


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