Infiziert

Coverfoto Infiziert
Copyright: Coppenrath

von Teri Terry
aus dem Englischen von Petra Knese
Coppenrath, 2017
gebunden, 480 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN  978-3-649-62599-5
19,95 Euro

Das Lager wurde garantiert nicht an einem Tag errichtet. Die waren vorbereitet. Ich schlendere durch den Stützpunkt, lausche bei Gesprächen in der Cafeteria, bei Besprechungen. Einige schleichen davon und zücken heimlich ihre Handys, um Freunde und Familie zu warnen, sie sollen abhauen. Eins ist klar: Die Lage ist ernst, sehr ernst. Alle haben Angst. Es ist von den Shetlandinseln entkommen, und nichts wird bleiben, wie es war.

Callie ist seit einem Jahr verschwunden und ihr Bruder Kai sucht sie weiterhin verzweifelt. Ihre Freundin Shay entdeckt durch Zufall einen Flyer mit Callies Bild und erinnert sich an eine Begegnung mit ihr vor einem Jahr, kurz vor ihrem Verschwinden. Sie kontaktiert Kai und die beiden suchen nun gemeinsam nach Callie. Auf der Suche nach der Wahrheit verlieben sich Kai und Shay ineinander. Währenddessen kommt es zur Ausbreitung eines Virus, bei dem die Menschen auf schlimme Art und Weise ums Leben kommen. Der Virus breitet sich immer weiter aus und Shay gerät in Lebensgefahr.

Der Roman ist ab der ersten Seite spannend und fesselnd. Trotz des unpassenden Klappentextes lohnt sich das Buch auf jeden Fall. Das Cover sticht einem sprichwörtlich ins Auge und greift ein Thema des Buches auf. Teri Terry liefert wieder den Anfang einer spannenden Trilogie. Es ist ein guter erster Band. Man wird in das Thema und die Problematik eingeführt, hat aber trotzdem einen runden und spannenden Bogen, sodass nichts fehlt und man am Ende sehnsüchtig auf den zweiten Band wartet.

Maike Grabow, 21 Jahre

 

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Die Geschichte:

Kais kleine Schwester Callie ist vor einem Jahr entführt worden und seitdem verschwunden. Shay war damals die letzte Person, die sie gesehen hat, doch das fällt ihr erst jetzt, nach einem Jahr, auf, als sie eine Vermisstenanzeige entdeckt. Sie informiert Kai und zusammen machen sich die beiden auf die Suche nach Callie. Doch dann bricht eine Grippe in Schottland aus, an der viele Menschen sterben. Schnell wird den beiden klar, dass dies keine normale Grippe ist. Und damit haben sie Recht. Aus Callies Sicht erfährt man, wo die Grippe ihren Ursprung hat. In einem Forschungslabor unter der Erde. Dort werden Menschen festgehalten und als Versuchskaninchen missbraucht. Auch Callie wurde da gefangen gehalten, infiziert und getötet. Jetzt existiert sie als Geist weiter und erlebt mit einiger Genugtuung, wie das Forschungslabor zerstört wird. Denn sie weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was diese Zerstörung für schreckliche Folgen haben wird.

 

Meine Meinung:

Ganz schön verrückt. Das war mein Leseeindruck von den ersten 50 Seiten. Dass Callie als Geist weiterexistiert, war doch erst etwas verstörend. Aber im Laufe der Geschichte bekommt sie eine ganz wichtige Rolle und man ist froh, dass sie noch dabei ist. Diese Verrücktheit passt außerdem zu der Autorin Teri Terry. Ich war auch von den anderen Büchern, die ich von ihr gelesen habe (Book of lies und die Gelöscht-Trilogie) beeindruckt und sie hat mich immer mit ihren ausgefallenen Ideen überzeugen können. So auch diesmal. Diese Geistersache ist im ersten Moment komisch, aber wenn man es sich überlegt, dann ist sie doch irgendwie cool. Tja, die Idee ist zwar super, aber leider hat mich der erste Teil von der Gestaltung her noch nicht ganz überzeugen können. Der Anfang ist gut und stimmig, aber der Mittelteil zieht sich etwas in die Länge und das Ende ist nicht der Showdown, den ich mir vorgestellt hatte. Im Laufe der Geschichte hatte ich so viele Vermutungen in Bezug auf die mysteriöse Krankheit und ich hätte es gut gefunden, wenn man immerhin das eine oder andere anspricht. Außerdem blieb der Böse, der hinter all dem steckt, anonym und ich weiß immer noch nicht, ob meine Vermutungen zu ihm richtig sind. Da mich das ganz schön verrückt macht, werde ich wohl auch den nächsten Teil lesen. Und ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit der Krankheit weitergeht.

Damit kein falscher Eindruck entsteht, möchte ich nur kurz klarstellen: Ich finde das Buch wirklich gut, es lässt sich super durchlesen und man will zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es weitergeht. Das einzige, was mir gefehlt hat, ist die Spannung. Aber ich bin überzeugt, dass die dafür im zweiten Teil umso gewaltiger ist!

Carolin Wallraven, 18 Jahre

 

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