Nicht so das Bilderbuchmädchen

Coverfoto Nicht so das Bilderbuchmädchen
Copyright: Jungbrunnen

von Agnes Ofner
Jungbrunnen Verlag, 2019
gebunden, 180 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3702659370
17,00€

Als Sam gegenüber von Zara einzieht, schaut sie ungewollt immer auf sein Fenster. Irgendwann beschließt sie, Kontakt zu ihm aufzunehmen und hängt einen Zettel mit der Aufschrift „HALLO ICH BIN ZARA“ an ihr Fenster. Daraus entsteht eine besondere Freundschaft zwischen Sam und ihr, denn sie treffen sich kein einziges Mal, weil Sam Abstand braucht. Er fühlt sich in seinem Körper nicht wohl.

Doch Zara macht es nichts aus, denn dann kann sie sich mehr mit ihrem Schwarm Josef beschäftigen. Als Sam sich jedoch immer weiter zurückzieht, beginnt Zara sich Sorgen zu machen.

Zara ist sehr neugierig und sehr aktiv. Sie möchte unter gar keinen Umständen ein langweiliges Leben führen. Sie ist nicht das „klassische“ Mädchen, doch das mag ich so an ihr.

Sam fühlt sich in seinem Körper nicht wohl, mehr erfährt man am Anfang nicht. Erst am Ende, weiß man, was sein Problem ist. Das ist auch gut so, denn man möchte das Buch unbedingt zu Ende lesen.

Sam hat es schwer in der Schule. Er verliert seine Freunde und möchte zu den „Coolen“ gehören.

Das Buch ist flüssig lesbar und der Schreibstil ist auch okay.  Meiner Meinung nach zieht sich die Geschichte das ein oder andere Mal etwas. Doch es ist wichtig für die Handlung, denn es geht nicht nur um die Zettel, sondern auch um das Privatleben der beiden.

Besonders gut finde ich die Perspektivenwechsel. Es sind immer kurze Textabschnitte.

Ich denke, dass man sich gut in die Charaktere herein versetzen kann, weil man so etwas ähnliches vielleicht schon erlebt hat.

Das Buch handelt quasi von der Pubertät. Es zeigt auch, dass man mit allen Menschen normal umgehen kann, auch wenn sie anders sind. Die Geschichte regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Mit dem Strauß und dem Zettel gibt es auf jeden Fall einen Bezug zur Handlung.

Besonders der Titel passt super gut, auch wenn ich erst darüber nachdenken musste.

Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und ist nicht nur für Kinder interessant.

Katharin Lerner, 15 Jahre

 

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