Cassardim – Jenseits der goldenen Brücke

Coverfoto Cassardim jenseits der goldenen Brücke
Copyright: Thienemann

von Julia Dippel
Thienemann, 2019
gebunden, 528 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-522-50645-8
17,00 Euro

Amaias Familie ist anders. Ganz anders als alle anderen. Nicht nur die fehlende Ähnlichkeit zwischen den Familienmitgliedern wundert sie, sondern auch die ständigen Umzüge. Auch die Gedankenkontrolle erscheint Amaia sehr suspekt. Als wahrscheinlich Einzige unter ihren Geschwistern merkt sie nämlich, wenn ihre Eltern die „Macht der Worte“ einsetzen, um sie etwas vergessen zu lassen.

Außerdem liegen Sprachen der Familie im Blut, sie sind stärker und schneller als alle anderen, sie altern sehr langsam und keiner von ihnen war je krank. Das Chaos folgt ihnen und sie haben neuerding einfach so einen Gefangenen im Keller. Noár, der ebenso unmenschlich ist, wie die Familie.

Nach einem Überfall auf ihre Familie, bei dem ihre Eltern versterben, befreit Amaia den Gefangenen und lässt sich und ihre Geschwister von ihm in ihre Heimat führen: in das Totenreich Cassardim. Auf den Spuren ihrer Vergangenheit finden sie sich inmitten von Hofintrigen, Armeen, mächtigen Menschen, Kreaturen und Verrat wieder. Auf der Suche nach Antworten gewinnt Amaia nicht nur an Erfahrungen – sie verliert auch ihr Herz.

Wow! Genau wie „Izara“, finde ich die neue Reihe von Julia Dippel einfach nur fantastisch! Es ist so eine gute Story! Respekt!

Ich war wieder echt fasziniert, wie man so etwas hinbekommt. Die Handlung ist spitze, die Charaktere sind echt cool und es war mal wieder so fesselnd geschrieben. Julia Dippel hat mich total in ihren Bann gezogen. Wer meint, dass nichts mehr „Izara“ toppen kann: lest Cassardim!

Die Geschichte ist der Hammer! Ich finde, sie wird richtig gut aufgebaut und alles wird genau beschrieben und erklärt. Cassardim ist einfach toll und seine Bewohner ebenso. Ein Kaiserreich mit verschiedenen Völkern, Rebellionen, Intrigen und Verrat ist genau meins. Es ist eine richtig gute Idee, sich auszumalen, wie das Reich der Toten aussehen könnte. Gibt es nur Himmel und Hölle? Was tun Tote so? Wer sagt, wohin man soll? Alles wird von Julia Dippel veranschaulicht. Ich finde, es ist ein wenig an die alten Mythologien angelehnt (mit dem Fluss als Übergang ins Totenreich und der Schatten-/Silberfeste). Das finde ich sehr cool. Auch die Idee mit den verschiedenen Völkern finde ich, wie schon erwähnt, klasse! Vor allem, dass jedes der Völker so seine Aufgaben und Merkmale hat. Sie sind verschieden und doch so gleich.

Die Charaktere finde ich super beschrieben und so sympathisch. Die frechen Bemerkungen, wie viele von euch sie aus Izara kennen werden, bleiben nicht aus. Auch die Romantik zwischen den Personen fehlt nicht. Am liebsten mag ich jedoch nicht die Hauptprotagonistin (sie steht an zweiter Stelle), sondern ihren kleinen Bruder Moe. Er ist autistisch veranlagt und redet nicht so viel. Wenn er allerdings redet, ist es ihm sehr wichtig. Viel lieber malt er das auf, was er sagen will. Ich finde ihn einfach nur süß und sympathisch. Er ist richtig schlau für einen kleinen Jungen und Amaias Lieblingsbruder. Dass die Autorin auch solche Aspekte (hierbei meine ich den Autismus/ Asperger) in so ein Buch gesteckt hat, find ich bemerkenswert und super.

Die Illustrationen fand ich sehr gelungen. Vor allem die Karte im Buch. Ich bin, wie viele andere, nämlich eine Kartenfanatikerin😂. Das Cover allerdings hat mir (und allen, die auf der Buchmesse vor und hinter mir in der Schlange für die Signierung von Julia Dippel standen) nicht so gut gefallen.

Insgesamt könnte ich euch noch so lange vorschwärmen, wie toll ich das Buch und Julia Dippel findet, doch ich kann euch nur wärmstens empfehlen, selber zu lesen. Mir gefällt es und euch? Schreibt doch eure Meinung zu dem Buch in die Kommentare.

Sophie Heuschkel, 14 Jahre

Und hier noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Dieses Buch ist einfach sooo viel! So voller Emotionen… ahhhh!

Nach der unglaublichen Izara Reihe, welche ich immer noch total fühle, konnte mich Julia Dippel auch mit Cassardim völlig umhauen! Dabei muss ich zugeben, dass ich mit einer sehr miesen Einstellung in dieses Buch eingestiegen bin, da ich einfach dachte, (um es mal kurz zu sagen) dass es schlecht ist. Izara war einfach so überwältigend genial, dass ich dachte es würde nicht besser gehen. Aber – Booom! Das totale, aber wirklich totale, Gegenteil! Cassardim ist auch einfach  WOW!

„Cassardim zu beschreiben, ist genauso unmöglich, wie das Sonnenlicht einzufangen oder eine Melodie in Worte zu fassen.”
Wow! So eine poetische Antwort hätte ich von jemanden wie ihm nicht erwartet. Ich verkniff mir ein Grinsen und machte eine geistige Notiz auf meine heimliche Infos-über-Noár-Liste. (…)
„Es wird dir gefallen, Amaia” , murmelte Noár.
„Wieso klingt das so, als würde da noch ein großes ‘Aber’ mitschwingen?”
Diesmal zögerte er mit seiner Antwort.
„Weil der Ort,an dem ich euch bringen muss, zu den gefährlichsten in ganz Cassardim zählt.”

Ich schreibe mir gute Szenen gerne auf und markiere sie, aber genauso wie bei Izara, ist es so, dass ich das ganze Buch übernehmen müsste… es ist einfach so gut und passend zusammengebaut, dass es schon unmöglich scheint.

Das ganze Buch über saß ich mit einem großen Grinsen da. Wie oft soll ich es noch sagen? Julia Dippel ist einfach unbeschreiblich gut! Ihr Humor ist unberechenbar! Genial! …soo schön!

Einzig und allein das Cover gefiel mir nicht. Bei so etwas Kostbaren wie Cassardim ist es zwar schwer, dass das Cover das Buch widerspiegelt, aber das momentane Cover lässt wirklich zu Wünschen übrig. Wieso ist nur das Unterteil ( also praktisch der Rock) verziert, und warum sieht es so aus, als würde gleich ihr Hals einbrechen? 🤷🏽‍♀️

Ich hätte da so schöne andere Ideen… aber das ist ja vielleicht auch nur Geschmacksache, oder?

Ganz ehrlich… Ich weiß nicht, was schlimmer ist: ein Cliffhanger oder ein offenes Ende… kein Ende wäre mir am liebsten! Ist das zumutbar? Gibt es keine Buch-Leser-Gesetze? Waruuumm? 😫ich bin überzeugt, dass ich, am besten mit Izara 4 gleichzeitig, mehr brauche!! Mein Gehirn quillt nahezu von Theorien, wie es weitergehen könnte, über.

Bengisu Bor, 14 Jahre

Übrigens gibt es wieder einen, von Julia Dippel selbst eingesungenen, Buchtrailer und einen Typentest in den man sein Volk kennenlernen kann!

 

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