Meine beste Bitch

Coverfoto meine beste Bitch
                    Copyright: Fischer

von Nataly Elisabeth Savina
Fischer, 2018
gebunden, 282 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-7373-4139-4
16,00 Euro

Faina lebt ein schwieriges Leben. Sie leidet unter einer psychischen Störung und kommt nicht zur Ruhe. Zudem sind ihre Eltern getrennt und sie hat kaum Freunde. Das alles  ändert sich, als Julian und Nike in ihr   Leben treten. Nike wird zu ihrer besten Freundin, mit ihr zusammen ist Faina unbesiegbar. In Julian ist sie verliebt und durch ihn entdeckt sie ihren Draht zur Kunst.

Als Nike nach dem Abitur wegzieht, bleibt Faina nicht mehr viel. Also setzt sie sich hin und lernt für ihren eigenen Abschluss. Nach dem Abi verlässt auch Julian sie und zieht nach Berlin um dort seine Kunst zu verwirklichen. Also begibt Faina sich auf ein Abenteuer: In Berlin jagt sie ihrer Liebe hinterher und findet doch eine ganz andere Art von Glück.

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr szenenhaft geschrieben. Meistens sind es einzelne Eindrücke, die man aus Fainas Leben gewinnt. Doch obwohl so kurz, sind diese Eindrücke immer sehr wortgewaltig und emotionsgeladen.

Ich für meinen Teil habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mit dieser Art des Erzählens zurecht zu kommen. Allen denen es ähnlich geht, kann ich nur sagen: Dran bleiben! Es lohnt sich, das Buch bis zum Ende zu lesen, denn es passieren noch unerwartete Dinge. Und damit meine ich nicht das Problem zwischen Nike, Faina und Julian, das schon auf dem Klappentext angekündigt wird. Ja, es ist leider auch bei diesem Buch so, dass der Klappentext schon viel vom Inhalt vorwegnimmt.

Trotzdem bleibt die Geschichte eindrucksvoll und sehr lebensnah erzählt. Ich finde es schön, wie Nataly Savina, die Autorin, immer wieder kleine Liedzitate oder sonstige Anmerkungen in die Geschichte eingewoben hat. Dadurch wird der Realitätsbezug der Geschichte nur noch verstärkt.

Nur anhand des Titels hätte ich das Buch nicht zur Hand genommen. Diejenigen, denen es ähnlich gegangen wäre, kann ich beruhigen. Der Titel hat so gesehen recht wenig mit dem Inhalt zu tun.

Meine Empfehlung an euch: Wenn ihr dieses Buch lesen wollt, lasst euch drauf ein, geht einfach mit Faina durch ihr chaotisches Leben und erlebt mit ihr zusammen ihre wilde und künstlerische Jugendzeit. Werft alles „Normale“ über Bord und lasst das Verrückte herein.

Carolin Wallraven, 19 Jahre

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