Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele

Coverfoto Die Tribute von Panem
Copyright: Oetinger

von Suzanne Collins
aus dem Englischen von
Sylke Hachmeister und Peter Klöss
Oetinger, 2009
gebunden, 416 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-7891-32186
18,95  Euro

auch als Hörbuch erhältlich

 

„Wie sie es auch verpacken, die eigentliche Botschaft ist klar. »Seht, wir nehmen euch eure Kinder und opfern sie und ihr könnt nichts dagegen tun.“

Nordamerika existiert nicht mehr. Es wurde durch Kriege und Naturkatastrophen zerstört. Nun gibt es Panem. Unter dem diktatorischen Herrscher Präsident Snow wird der Großteil der Bevölkerung unterdrückt. Jedes Jahr finden brutale Spiele, die Hunger Spiele, statt, in denen 24 Jugendliche bis auf den Tod gegeneinander kämpfen müssen und nur einer überleben darf.

Als Katniss´ kleine Schwester Prim ausgelost wird, um in die Spiele zu gehen, zögert sie nicht lange und meldet sich freiwillig. Zusammen mit Peeta, einem jungen aus ihrem Distrikt, geht sie in die Arena. Beide wissen, dass sie sich bald als Feinde gegenüberstehen werden, doch dann rettet Peeta Katniss das Leben…

Ich finde das Buch großartig, da es sehr spannend ist und ein ernstes Thema behandelt. Ich konnte es beim Lesen nicht aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, wie es weitergehen wird. Trotzdem wollte ich auch nicht, dass das Buch endet.

Alle Charaktere sind unterschiedlich und besonders, und alle haben eine andere Geschichte. Bis zum Ende fiebert man mit, was mit Katniss und Peeta geschieht.

Der flüssige Schreibstil und die zum Teil sehr brutalen Beschreibungen der Kämpfe bringen die Gefühle der Personen und die Atmosphäre sehr real rüber.

Das Buch hat viele renommierte Preise gewonnen!

1/2015 | 100 best young adult books of all time (TIME)
7/2012 | Teen Choice Award
10/2010 | Usinger Buchfinkenpreis
10/2010 | Deutscher Jugendliteraturpreis
10/2010 | Goldener Bücherwurm (Kinder-Akademie Fulda)
10/2010 | Landshuter Jugendbuchpreis AUSERLESEN
7/2010 | TOP des Monats (Blaue-Seite.de)
6/2010 | JuLiD (Jugend-Literatur Dreieich)
6/2010 | Buxtehuder Bulle
6/2010 | Lese-Hammer

Mara Frohreich, 14 Jahre

 

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

TÖDLICHE SPIELE

Die Zeit der Ziehung ist gekommen. Effie Trinket sagt, was sie immer sagt: „Ladies first!“, und geht hinüber zu der Glaskugel mit den Mädchennamen. Sie greift hinein, taucht ihre Hand tief in die Kugel und zieht einen Zettel heraus. Die Menge hält den Atem an, man könnte eine Stecknadel fallen hören, und ich fühle mich elend und hoffe inbrünstig, dass es nicht mein Name ist, nicht mein Name.

Effie Trinket geht zurück zum Podest, streicht den Zettel glatt und verliest mit klarer Stimme den Namen. Es ist nicht mein Name.

Die Sechzehnjährige Katniss  Everdeen lebt in Panem, was aus den Trümmern Nordamerikas entstanden ist. Zwölf Distrikte werden unerbittlich durch das Kapitol regiert. Als Strafe für einen Aufstand müssen die Distrikte jährlich einen Jungen und ein Mädchen als ihre Tribute zu den Hungerspielen abliefern. Als Katniss Schwester Prim bei der Ernte ausgewählt wird, meldet Katniss sich freiwillig als Tribut. Bald darauf befindet sie sich mit Peeta, dem Jungentribut von Distrikt zwölf, im Kapitol. Während die Hungerspiele unausweichlich näher rücken, hat Katniss mit ihren Gefühlen gegenüber Peeta zu kämpfen…

Tödliche Spiele ist aus der Sicht von Katniss in der Ich-Form erzählt. Du erfährst ihre Gedanken und Gefühle und sie berichtet dir aus ihren Erinnerungen. Das verleiht diesem Buch eine Tiefe und Leichtigkeit zugleich. Besonders interessant ist es, sich mit Katniss durch die vielen verschiedenen Schauplätze zu begeben, die alle sehr treffend geschildert sind.

Ich empfehle dir Tödliche Spiele sofort – es gehört in jedes Bücherregal! Du wirst dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können, egal ob du Liebe, Science-Fiction oder Spannung magst. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, ein Buch zu schreiben, was von der ersten bis zur letzten Seite spannend und charaktervoll ist.

Ich schätze an“ Tödliche Spiele“ besonders die vielen Charaktere, die alle ganz besondere Persönlichkeiten sind. Du lernst durch Katniss viele Personen kennen, die dir ans Herz wachsen werden. Am schönsten ist es, dass du sofort das Gefühl hast, Katniss sei deine beste Freundin.

Katrin Berszuck, 15 Jahre

 Und hier kommt eine dritte Meinung zur Panem-Trilogie

Das Land Panem ist aus den Überresten Nordamerikas entstanden. Es besteht aus 12 Distrikten und einem Kapitol, der Hauptstadt. Jeder Distrikt hat seine eigenen Aufgaben und einen Bereich, auf den er spezialisiert ist: Kohleabbau, Lebensmittelanbau, Waffenherstellung und so weiter. Die Bewohner der Distrikte leben wie Sklaven, müssen hungern und behalten nichts von dem, was sie herstellen, sondern geben alles an das Kapitol ab. Dort lebt man in Saus und Braus und bekommt von der Armut außerhalb der Mauern nichts mit. Deswegen ist es nicht ungewöhnlich, dass die Distrikte bereits einmal rebelliert haben. Das war vor über 70 Jahren, dabei wurde der 13. Distrikt vom Kapitol ausgelöscht und der Aufstand niedergeschlagen. Zur Strafe und Erinnerung an die Macht des Kapitols wurden die Hungerspiele eingeführt.

Hungerspiele:

An den Hungerspielen muss je ein Mädchen und ein Junge aus jedem Distrikt teilnehmen. Die 24 Tribute werden in einer Arena eingesperrt und bekämpfen sich auf Leben und Tod– bis nur noch ein Sieger übrigbleibt. Das Kapitol macht daraus ein Fernseh-Event. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Hauch einer Rebellion in der Luft liegt. Ein Funke reicht aus, um alle zu entflammen. Dieser Funke ist Katniss Everdeen. Ein Mädchen aus Distrik 12, das anfangs nur versucht, ihre Familie und sich am Leben zu halten und aus dem schließlich so viel mehr wird.

Meine Meinung:

Anlässlich des Prequels zu „Die Tribute von Panem“, was dieses Jahr erschienen ist und was ich auch schon für euch rezensiert habe, hatte ich wieder richtig Lust, in die Welt von Panem einzutauchen. Ich habe die Bücher schon vor einer ganzen Weile gelesen und weiß noch, dass ich sie richtig durchgesuchtet habe. Diesmal habe ich mir überlegt, es mal mit den Hörbüchern zu versuchen und ja, auch die haben mich richtig gepackt. Als Liebhaberin der Filme (zumindest 1 und 2) war es richtig schön, die Geschichte von der Synchronsprecherin von Katniss vorgelesen zu bekommen. Dadurch war ich gleich in der richtigen Stimmung.

Was mir an „Die Tribute von Panem“ am besten gefällt, ist die Art und Weise, wie Suzanne Collins von ihrer dystopischen Welt berichtet. Sie hat einen neutralen, stellenweise fast berichtenden Schreibstil und das macht viele Szenen umso eindrucksvoller. Es gibt viel Gewalt und Tod und trotz des nüchternen Schreibstils hat es mich auch dieses Mal wieder tief getroffen, wenn der ein oder andere liebgewonnene Charakter gestorben ist. Die Gewalt ist allgegenwärtig, wird nicht beschönigt und gerade das macht für mich eine gelungene Dystopie aus. Außerdem bewundere ich nach wie vor diese Idee. Die Hungerspiele sind so furchtbar grausam und unvorstellbar, dass ich mich damals wie heute frage, wie man auf so eine Idee überhaupt kommt. Aber genau darum ist „Die Tribute von Panem“ so genial.

Was mir nun beim zweiten Lesen/Hören aufgefallen ist, ist, dass ich die Protagonistin Katniss gar nicht leiden kann. Ich erinnere mich nicht, ob ich das damals auch schon so empfunden habe, aber jetzt sind mir all ihre negativen Eigenschaften aufgefallen. Sie ist furchtbar egoistisch und so gar nicht die typische Heldin mit der man sich identifizieren möchte. Auch hier muss ich sagen: das ist genial gemacht. Denn die Geschichte braucht so eine Protagonistin und wirkt dadurch noch eindringlicher.

Schade finde ich nur, dass der Epilog diesen Eindruck irgendwie zerstört. Ich habe früher schon oft gehört, dass viele den Epilog unpassend fanden und konnte es nicht wirklich nachvollziehen, weil mein kleines Herz Happy Ends liebt. Heute liebe ich Happy Ends zwar immer noch, finde aber auch, dass das Ende einfach nicht zum Rest passt.

Trotzdem bleibt „Die Tribute von Panem“-Reihe eine meiner Lieblingsdystopien und das erneute Erleben der Geschichte von Panem hat genauso viel Spaß gemacht, wie beim ersten Mal!

Carolin Wallraven, 21 Jahre

 

 

 

 

 

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